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Absorptionsfähigkeit
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Fähigkeit eines Landes, eine bestimmte
Summe in einem bestimmten Zeitraum volkswirtschaftlich sinnvoll zu verwenden
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accountability
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hier: Rechenschaftspflicht - siehe
"Good Governance"
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AfDB
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African Development Bank - Afrikanische
Entwicklungsbank
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AfDF
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African Development Fund -
Afrikanischer Entwicklungsfonds
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AFK*
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Arbeitsgemeinschaft Friedens- und
Konfliktforschung
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AGDF*
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Aktionsgemeinschaft Dienst für den
Frieden - Christliche Freiwilligendienste
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AGEH*
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Arbeitsgruppe Entwicklung und
Fachkräfte im Bereich der Migration und der Entwicklungszusammenarbeit - gemeinnützige
GmbH mit einem Schwerpunkt bei der Reintegration in Deutschland lebender Migranten u.a.
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AGEF*
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Arbeitsgemeinschaft Entwicklung und
Frieden mbH
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Agenda 21*
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In Rio de Janeiro/Brasilien fand 1992 die zweite ökologische Weltgipfelkonferenz statt. An dieser "United Nations Conference on Ecology and Development (UNCED) (auch: Erdgipfel oder Rio-Konferenz) nahmen Vertreter aus 178 Ländern teil. Ursprüngliches Ziel war es, konkrete, verbindliche Schritte zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen festzulegen. Insbesondere die Bush-Administration der USA widersetzte sich aber offen in wichtigen Bereichen der Festschreibung konkreter Maßnahmen. Von der UNCED wurden schließlich die folgenden Dokumente verabschiedet: Die "Deklaration von Rio" enthält 27 Prinzipien für eine Grundlage der ökologischen Rechte und Pflichten der Menschheit. Die rund 900 Seiten umfassende "Agenda 21" beschreibt - als reine Absichtserklärung - Maßnahmen für das 21. Jahrhundert zur Umsetzung der "Deklaration"; mit der "Klimaschutzkonvention" verpflichten sich die Staaten rechtsverbindlich (auf Druck der USA aber ohne zeitlichen Rahmen), die Emissionen von Treibhausgasen weltweit auf den Stand von 1990 zurückzuführen. In der "Artenschutzkonvention" sind Schritte gegen die Abnahme der biodiversity (Artenvielfalt) völkerrechtlich verbindlich festgelegt (von den USA wegen möglicher Gefährdung der eigenen Gentechnologie abgelehnt). Die rechtlich nicht bindende "Waldschutzkonvention" zielt auf die ökologische Bewirtschaftung und den Schutz der Regenwälder. Zur Kontrolle der Implementierung (Umsetzung) internationaler Umweltvereinbarungen installierte die UNCED eine UN-Commission on Stainable Development, die ihren Sitz in New York erhält.
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Agenda-Politik
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Umsetzung von Abkommen auf
nationalstaatlicher Ebene, die auf multilateraler Ebene getroffen wurden, wie die
Abschlußdokumente von Konferenzen der Vereinten Nationen und völkerrechtlich
verbindliche Konventionen
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AGKED*
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Arbeitsgemeinschaft Kirche und
Entwicklung, wurde inzwischen in den EED (Evangelischer Entwicklungsdienst) überführt
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Agro-Industrieller Komplex
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Industrielle Gewinnung agrarischer
Rohstoffe
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AID
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Agency for International Development -
US-amerikanische Entwicklungsbehörde, dem State Department unterstellt
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ai*
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amnesty international - internationale
Gefangenenhilfsorganisation
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Akkumulation
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Anhäufung von Reichtum
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AKLHÜ*
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Arbeitskreis lernen und helfen in
Übersee - interessant bes. für Jugendliche, die einmal ins Ausland wollen
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AKP*
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auch AKP-Staaten: Staaten aus Afrika,
der Karibik und des pazifischen Raums, die mit der Europäischen Union ein besonderes
vertragliches Verhältnis haben, das sie bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung
unterstützen soll
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AKV
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Allgemeine Kreditvereinbarungen des IWF
(s.u.)
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akzente*
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entwicklungspolitische Zeitschrift der
GTZ (s.u.)
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Angepaßte Technologie
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eine den technologischen Bedürfnissen
und Fähigkeiten des Entwicklungsländer angepaßte Technologie
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Artenschutzkonvention
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siehe "Agenda 21"
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AsDB
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Asian Development Bank - Asiatische
Entwicklungsbank
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AsDF
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Asian Development Fund - Asiatischer
Entwicklungsfonds
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ASEAN
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Association of South-East Asian Nations
- Assoziierung Südostasiatischer Staaten, im wesentlichen zur Wirtschaftskooperation
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ASF*
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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
e.V., Ökumenische Organisation für Völkerverständigung und Wiedergutmachung
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ASW*
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Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
e.V. - entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation
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ATTAC*
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Association for the Taxation of
financial Transaction for the Aid of Citizens - heißt in Deutschland Netzwerk zur
demokratischen Kontrolle der Internationalen Finanzmärkte, kämpt für die Einführung
der Tobin-Steuer (Besteuerung internationaler Devisentransaktionen, also Geldflüsse über
Grenzen hinweg) und die Beseitigung sog. "Steuerparadiese" u.a., allg.
globalisierungskritisch
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Außenpolitik
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Politische Gestaltung der Beziehungen
von Ländern untereinander, mit dem Ziel, im internationalen Umfeld günstige Bedingungen
für die Verwirklichung eigener Interessen zu schaffen. Im Unterschied zur
Entwicklungspolitik ist Außenpolitik nicht auf die Mitgestaltung von Verhältnissen oder
Lösung von Problemen in anderen Ländern ausgerichtet
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Autozentrierte Entwicklung
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Entwicklung die auf den Binnenmarkt,
auf den Markt des Entwicklungslandes selbst orienteirt ist (statt auf den Export)
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AWZ*
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Ausschuss für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit, der Ausschuss des Deutschen Bundestages, der sich mit den Belangen der
Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt
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Baker-Plan
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Vom damaligen US-Finanzminister James
Baker unterbreitete Entschuldungsinitiative, 1985; wurde vom Brady-Plan abgelöst (s.u.)
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Ban Ying e. V.*
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Koordinations- und Beratungsstelle für
Frauen aus Südostasien in Berlin
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bengo*
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Beratungsstelle für private Träger
(nicht-staatliche Organisationen) in der Entwicklungszusammenarbeit
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BER*
|
Berliner Entwicklungspolitischer
Ratschlag - Landesnetzwerk der berliner entwicklungspolitischen
Nichtregierungsorganisationen
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Bevölkerungs-
wachstum
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die Rate des Bevölkerungswachstums
bestimmt sich aus dem Verhältnis zwischen Geburtenrate (s.u.) und Sterblichkeitsrate
(s.u.)
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BfdW*
|
Brot für die Welt - Hilfsorganisation
der Evangelischen Kirche
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BfIO*
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Büro Führungskräfte für
Internationale Organisationen - bei der ZAV (Zentralstelle für Arbeitsvermittlung) in
Frankfurt angesiedelt, bringt deutsche Nachwuchskräfte für Internationale Organisationen
in entsprechende berufliche Bahnen
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BGR*
|
Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe
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bicc*
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Institut für Rüstungskonversion
(Umwandlung militärischer in zivile Produkte/Produktionen) in Bonn
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Biologische Vielfalt
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Formenreichtum unter lebenden
Organismen jeglicher Herkunft (Land, Wasser). Unterschieden werden die genetische Vielfalt
der Individuen innerhalb der gleichen Art, die Vielfalt der Arten innerhalb eines
Ökosystems und die Vielfalt der Ökosysteme innerhalb einer Region
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BIP
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Bruttoinlandsprodukt - Summe aller von
In- und Ausländern innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft produzierten Güter
bzw. erbrachten Dienstleistungen, also der Teil des BSP (s.u.), der von In- und
Ausländern innerhalb der Landesgrenzen erbracht wird
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BIZ
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Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich
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Blätter*
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steht für Blätter für deutsche und
internationale Politik, Monatszeitschrift mit Hintergrundartikeln und Dokumenten
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BLUE 21*
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Berliner Landesarbeitsgemeinschaft
Umwelt und Entwicklung
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BMU*
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Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
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BMZ*
|
Bundesministerium für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
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Brady-Plan
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Plan des US-Finanzministers Nicholas
Brady zur Lösung der Schuldenkrise, der nach dem Scheitern des Baker-Plans (s.o.)
erstmals einen teilweisen Schuldenerlaß für die 39 am höchsten verschuldeten Länder
vorsah (1989)
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Brain Drain
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Abwanderung von Fachkräften aus
Entwicklungsländern in die Industrieländer. Die ersteren übernehmen die
Ausbildungskosten und die letzteren haben den Nutzen.
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Brandt-Bericht
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Im März 1980 vorgelegter Bericht der
vom Weltbank-Präsidenten McNamara beauftragten und von Willy Brandt geleiteten
Nord-Süd-Kommission mit dem Titel "Das Überleben sichern". Der Bericht machte
zahlreiche Vorschläge, so zur Steigerung der Entwicklungshilfe und zur Reform des
Internationalen Finanzsystems. Im Februar 1982 legte die Kommission einen zweiten Bericht
("Hilfe in der Weltkrise") vor, der auf die akuten Ernährungs- und
Verschuldungskrisen reagierte.
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Brandt, Willy
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Erster Sozialdemokratischer Bundeskanzler Deutschlands, der auch für die Entwicklungspolitik neue Maßstäbe setzte. Der Brandt-Bericht (1980) für die Vereinten Nationen hat mit dem Vorurteil aufgeräumt, Unterentwicklung habe ihre Ursache einseitig in einer Ausbeutung durch die reichen oder in Unfähigkeit in den armen Ländern. Er begann mit den Worten: "Noch nie hat die Menschheit über so vielfältige technische und finanzielle Ressourcen verfügt, um mit Hunger und Armut fertigzuwerden. Die gewaltige Aufgabe läßt sich meistern, wenn der notwendige gemeinsame Wille mobilisiert wird." Er stellt sich auch gegen die vereinfachende Sichtweise, Wachstumsindikatoren wie ein steigendes Bruttosozialprodukt alleine bewiesen bereits eine Entwicklung: "Wachstumsstatistiken lassen die entscheidenden Elemente der sozialen Wohlfahrt, der Rechte des einzelnen, sowie andere in Mark und Pfennig nicht meßbaren Werte außer acht." Der Brandt-Bericht forderte ein Ende der Verwechslung von Wachstum mit Entwicklung. Entwicklung trage in sich "nicht nur die Idee des materiellen Wohlstandes, sondern auch die von mehr menschlicher Würde, der Sicherheit, Gerechtigkeit und Gleichheit."
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Bretton Woods
|
Ort in den USA, in dem 1944 IWF und
Weltbank gegründet wurden (siehe jeweils unten)
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Brundtland-Bericht
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Die Weltkommission für Umwelt und
Entwicklung (WECD) unter Leitung der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem
Brundtland mußte einen Ausweg aus einem mehrfachen Dilemma suchen: aus der durch
Überentwicklung hier und Unterentwicklung dort erzeugten Umweltzerstörung und dem Zwang,
einer wachsenden Weltbevölkerung Entwicklungschancen zu eröffnen. Sie propagierte den
Begriff der "nachhaltigen Entwicklung" (sustainable development), der danach zu
einem Schlüsselbegriff der umwelt- und entwicklungspolitischen Diskussion wurde. Er
bedeutet im wesentlichen eine dauerhafte Entwicklung, die nicht auf Kosten der Umwelt und
nachfolgender Generationen erfolgt.
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BSP
|
Bruttosozialprodukt - Ausdruck für die
wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft, errechnet aus der Summe der Wertschöpfung
aller Wirschaftsbereiche und der staatlichen Dienstleistungen
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BUKO*
|
Bundeskongress Entwicklungspolitischer
Aktionsgruppen
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BUND*
|
Bund für Umwelt und Naturschutz in
Deutschland
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Bundes-
sicherheitsrat
|
Die Mitglieder des
Bundessicherheitsrates sind: Auswärtiges Amt, Verteidigungs-, Innen-, Wirtschafts-,
Justiz- und Finanzministerium sowie das Kanzleramt und, nach Entscheidung der
SPD-Regierung 1998, auch das Bundesministerium für Wirtschafltiche Zusammenarbeit und
Entwicklung. Im Bundessicherheitsrat fallen Entscheidungen von außerordentlicher
sicherheitspolitischer Tragweite
|
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Buy-back
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Rückkauf von sChuldtiteln durch
SChuldnerländer, in der Regel mit deutlichen Abschlägen im Vergleich zur ursprünglich
verliehenen Summe
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Capacity Building
|
Bemühungen der
Entwicklungszusammenarbeit, die vorrangig darauf gerichtet sind, die
Problemlösungskapazität von Organisationen, Institutionen und Menschen in Entwicklungs-
und Transformationsländern zu stärken. Dies beinhaltet, dass Geberorganisationen nicht
selbst existierende Probleme lösen, sondern ausbildend, unterstützend und beratend
tätig sind
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CARE*
|
Internationale Hilfsorganisation
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Cash Crops
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Landwirtschaftliche Produkte (Kaffee,
Tee, Baumwolle etc.), die zumeist auf Plantagen vorwiegend für den Export angebaut werden
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CDB
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Caribbean Development Bank - Karibische
Entwicklungsbank
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CDG*
|
Carl Duisberg Gesellschaft für
internationale Weiterbildung und Zusammenarbeit e.V.
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CDP
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Committee for Development Planning -
Ausschuss für Entwicklungsplanung der Vereinten Nationen
|
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CGG*
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Commission on Global Governance - 1992
auf Initiative Willy Brandts gegründete Kommission, deren Ziel es ist, die Gesamtheit
weltpolitischer Herausforderungen zu analysieren und Steuerungsvorschläge zu erarbeiten
|
|
CIC*
|
Center for International Cooperation -
Bonn
|
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CIS
|
Commonwealth of Independent States -
Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), entstanden nach Untergang der Sowjetunion
|
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CIM*
|
Centrum für Internationale Migration
und Entwicklung - Personalvermittlung für Fachkräfte, mit entwicklungspolitischem
Auftrag
|
|
Club of Rome*
|
1968 gegründete private Vereinigung von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur hauptsächlich der Industrieländer, die sich die Lage der Menschheit und ihre Zukunft zum Thema gemacht hat. Der Erste Bericht des Club of Rome machte ihn berühmt. 1972 hieß dieser Bericht "Die Grenzen des Wachstums". Er wurde in über 10 Mio. Exemplaren und 37 verschiedenen Sprachen vertrieben. Es handelte sich um ein noch sehr einfaches Computersimulationsmodell mit dem Ergebnis, dass die Menschheit einer ökologischen Katastrophe entgegen gehe, wenn nicht ein weltweites Null-Wachstum bei der Bevölkerung und Industriellen produktion erreicht werde. Spätere Berichte des Club of Rome rückten davon teilweise wieder ab.
|
|
Community Development
|
Versuch der Selbsthilfe-Mobilisierung
der Gemeinden mit dem Ziel der Eigeninitiative und Teilnahme der Bevölkerung, besonders
der Landbevölkerung, am Entwicklungsprozeß
|
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DAAD*
|
Deutscher Akademischer Austauschdienst
|
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DAC
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Development Assistance Committee -
Entwicklungshilfe-Ausschuss der OECD (s.u.) Die DAC-Mitglieder unterwerfen sich alle zwei
Jahre dem "DAC-Examen", das ihre entwicklungspolitischen Leistungen anhand
gemeinsam beschlossener Leitlinien überprüft
|
|
DC
|
Development Committee -
Entwicklungsausschuss von IWF (s.u.) und Weltbank, von diesen gemeinsam 1974
eingerichteter Ministerausschuss
|
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Debt-Equity Swaps
|
Art der Umschuldung, bei der ein
Gläubiger für seine Schuldtitel Beteiligungen an einheimischen Unternehmen des
Schuldnerlandes erhält
|
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DED*
|
Deutscher Entwicklungsdienst
|
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DEG*
|
Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH - das entwicklungspolitisch orientierte Finanzierungs- und
Beratungsunternehmen des Bundes
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Deklaration von Rio
|
siehe "Agenda 21"
|
|
Dependenztheorie
|
Dependenz: Abhängigkeit. Theorie die
Ender der 60er/Anfang der 70er Jahre unter vielen Theoretikern großen Einfluß hatte,
wobei es zahlreiche Varianten unterschiedlicher Positionen gab. Im wesentlichen wurde die
Ursache für Unterentwicklung nicht in den Entwicklungsländern selber sondern in ihrer
außenwirtschaftlichen Abhängigkeit von den Industrieländern gesehen, als Folge des
Kolonialismus und einer anschließenden Eingliederung in den von Industrieländern
beherrschten Weltmarkt. Wichtigster Vertreter im deutschsprachigen Raum war Dieter
Senghaas. Die Dependenztheorie setzt als Lösung der Probleme auf einen vom
Weltmarkt abgekoppelten und nicht-kapitalistischen Entwicklungsweg. Der Dependenztheorie
wird von Kritikern vorgeworfen, Unterschiede zwischen den Entwicklungsländern
untereinander und den "subjektiven Faktor", das Denken, Streben und Handeln von
Menschen als den Subjekten von Geschichte und Entwicklung, nicht oder zu wenig zu
berücksichtigen. Siehe auch "Peripherer Kapitalismus"
|
|
der Überblick*
|
Zeitschrift für Ökumenische Begegnung
und Internationale Zusammenarbeit
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|
Desertifikation
|
Vordringen von Trocken- und
Wüstengebieten ("Verwüstung") als Folge der Zerstörung des ökologischen
Gleichgewichts
|
|
Desertionsquote
|
Anteil von Schulkindern in % der
jeweiligen Altersgruppe, die vor Erreichen eines bestimmten Abschlusses die Schule
verlassen
|
|
DEWOS*
|
Deutsche Entwicklungshilfe für
soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V. - Organisation mit dem Ziel, einen Beitrag
für menschenwürdige Wohnverhältnisse in den Entwicklungsländern zu leisten
|
|
Deutsche Welthungerhilfe*
|
Private Hilfsorganisation
|
|
Devisen
|
Fremdwährungen - aus der Sicht eines
bestimmten Landes alles Geldmittel, die in Währungen ausßer der eigenen bestehen
|
|
DGAP*
|
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige
Politik
|
|
DGB*
|
Deutscher Gewerkschaftsbund
|
|
dgvn*
|
Deutsche Gesellschaft für die
Vereinten Nationen e.V.
|
|
Die Eine Welt e.V.*
|
Verein in Berlin zur Vermittlung junger
Menschen in Auslandsaufenthalte wie workcamps etc.
|
|
DIE*
|
Deutsches Institut für
Entwicklungspolitik
|
|
Dienste in Übersee*
|
Personaldienst für
Entwicklungszusammenarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland
|
|
Direktinvestition
|
Kapitalanlagen im Ausland durch Erwerb
von direkten Eigentumsrechten in Form von Zweigwerken, Auslandsniederlassungen,
Geschäftsanteilen, Grundstücken und Gebäuden sowie Reinvestitionen von Gewinnen aus
früheren Investitionen
|
|
Dissoziation
|
Strategie der Abkoppelung vom Weltmarkt
mit dem Ziel der "autozentrierten Entwicklung" (s.o.)
|
|
Diskriminierungs-
verbot
|
siehe
"Meistbegünstigungsklausel"
|
|
Diversifikation
|
Auffächerung der Produktions- und
Exportstruktur in horizentaler Richtung (Verbreiterung der Produktion auf verschiedene
Produkte) und vertikaler Richtung (Verbreiterung des Produktionsprogramms auf vor- und
nachgelagerte Produkte)
|
|
DIW*
|
Deutsches Institut für
Wirtschaftsforschung
|
|
DOI*
|
Deutsches Orient-Institut, Teil des
DÜI
|
|
Dritte Welt
|
Der Begriff wurde zwischenzeitlich nur mit einem "sogenannte" davor verwendet oder in Anführungsstriche gesetzt. Alle Begriffe, die im Vergleich zum "Westen" ärmere, weniger industriealisierte Länder meinen, haben ihre Nachteile. Früher waren mit "Erster Welt" die Industrieländer gemeint, im wesentlichen Westeuropa, Nordamerika, Japan, Australien und Neuseeland. Mit "Zweiter Welt" waren die Ostblock-Länder und mit "Dritter Welt" der "Rest" gemeint. Bisweilen ist inzwischen von "Vierter Welt" die Rede, wenn man die "am wenigsten entwickelten Länder" meint. Schon die Position am Schluss der Aufzählung ließ manchen diese Kategorisierung nicht akzeptieren. des weiteren wird hier der Eindruck einer Einheit der Länder in ihrer jeweiligen Kategorie erweckt, der so natürlich nicht stimmt, weil es sich um sehr unterschiedliche Länder handelt. Der Begriff "Entwicklungsländer" wird ebenso kritisiert, weil er Entwicklung vortäusche, die in Wirklichkeit nicht stattfinde, oder weil er ein Entwicklungsdefizit meint, das eigentlich auch für die Industrieländer gelte, die zwar entwickelt, aber falsch entwickelt seien.
Da alle Begriffe ihre Nachteile haben, bleibt festzustellen, dass bei "Dritter Welt" doch zumindest einigermaßen klar ist, was gemeint ist: die ärmeren Länder, die nicht über die Möglichkeit verfügen, ihrer Bevölkerung einen Lebensstandard wie in den industriaisierten Ländern zu sichern.
|
|
Drittmittel
|
Mittel, die weder vom Geldnehmer, noch
von ersten (meist öffentlichen) Geldgeber, sondern von weiteren Geldgebern (Verbände,
Stiftungen, Unternehmen, ...) kommen; siehe auch "Mischfinanzierung" und
"Verbundfinanzierung"
|
|
DRK*
|
Deutsches Rotes Kreuz
|
|
DSE*
|
Deutsche Stiftung für Internationale
Entwicklung
|
|
DSW*
|
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
|
|
Dualismustheorie
|
sah die Ursache für Unterentwicklung
in einem dreifachen Dualismus (meint das gleichzeitige Bestehen zweier unterschiedlicher
Tatbestände:
der ökonomische und technologische Dualismus soll das Nebeneinander eines kapitalistisch
organisierten, meist exportorientierten und vom Auslandskapital beherrschten
"modernen Sektors" und eines "traditionellen", mit primitiver Technik
arbeitenden und nur lose an den nationalen Güter- und Geldmarkt angebundenen
Subsistenzsektor (s.u.) bezeichnen
der regionale Dualismus meint die Gegensätze zuwischen entwickelten und
zurückgebliebenen Regionen
der soziale und kulturelle Dualismus meint die Gegensätze zwischen der besitzenden
"Klasse" und der besitzlosen "Masse"
Einen Weg für die Bekämpfung der Unterentwicklung sah die Dualismustheorie in einer
fortschreitenden Durchkapitalisierung und Integration der Wirtschaft des
Entwicklungslandes in die Weltwirtschaft
(siehe auch "Dependenztheorie" und (Modernisierungstheorie")
|
|
DÜI*
|
Deutsches Übersee-Institut -
Forschungsverbund zu den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas und den
Nord-Süd-Beziehungen an der Universität Hamburg
|
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|
|
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ECPAT*
|
Arbeitsgemeinschaft gegen kommerzielle
sexuelle Ausbeutung von Kindern
|
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EED*
|
Evangelischer Entwicklungsdienst
|
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EEF
|
Europäischer Entwicklungsfonds
|
|
EH
|
Entwicklungshilfe
|
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EIB
|
Europäische Investitionsbank
|
|
EIRENE*
|
Internationaler Christlicher
Friedensdienst e.V.
|
|
EL
|
Entwicklungsländer
|
|
Empowerment
|
Prozeß, durch den die
gesellschaftliche Position benachteiligter Bevölkerungsgruppen gestärkt wird. Es wird
davon ausgegangen, dass der Zugang zu sozialen, politischen und wirtschaftlichen
Ressourcen es diesen Gruppen ermöglicht, ihre Lebensverhältnisse zu kontrollieren und
Entscheidungsmacht und Gestaltungsmacht zu erlangen. Oft werden spezifische Strategien
entwickelt, um die Stärkung und Befähigung von diskriminierten Bevölkerungsgruppen zu
fördern, wie beispielsweise die von Frauen, ethnischen Gemeinschaften etc.
|
|
entwicklung + ländlicher Raum*
|
Zeitschrift für Fach- und
Führungskräfte der Internationalen Zusammenarbeit
|
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Entwicklungspolitik
|
umfaßt alle Strategien, Instrumente
und Maßnahmen, die von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen sowie den
multilateralen Organisationen eingesetzt werden, um die Lebensbedingungen in
Entwicklungsländern entsprechend bestimmter Zielvorgaben zu verändern
|
|
EP
|
a) Europäisches Parlament - b)
Entwicklungspolitik
|
|
EPbIZ*
|
Entwicklungspolitisches Bildungs- und
Informationszentrum e.V., Berliner Institut, das zum Thema Schultage veranstaltet,
Seminare, Lehrerfortbildung etc.
|
|
epd*
|
Evangelischer Pressedienst -
Publikationsorgan zur Entwicklungszusammenarbeit
|
|
Eppler, Erhard
|
Sozialdemokratischer Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, der nicht nur für sozialdemokratische Entwicklungspolitik wichtige neue Impulse gab. Er stellte Anfang der 70er Jahre ganz offen die Frage, ob "wir in der Hilfe den Bedürfnissen der Entwicklungsländer Vorrang geben oder der deutschen Industrie." Erhard Eppler war von 1968 bis 1974 Minister des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Er sorgte für eine Wende im Selbstverständnis und in der Zielsetzung von Entwicklungspolitik: Sie wurde nun als langfristig angelegte Sozial- und Friedenspolitik propagiert, die kurzfristige Eigeninteressen zurückstellen sollte. Der Übergang zu "langfristigen, integrierten, länderbezogenen und international koordinierten Hilfsprogrammen" markierte eine Abkehr von der herkömmlichen Projektpolitik, die Großprojekte mit einem hohen Auftragsanteil an die eigene Exportwirtschaft bevorzugte. Eppler gab dem BMZ und deinem Politikbereich ein eigenes Profil. Er hat die Entwicklungspolitik neu begründet und Entwicklungshilfe dem Vorrang von Wirtschaftsinteressen entzogen. Bis heute ist er ein überzeugender Begleiter und Kommentator dieses Politikfeldes.
|
|
epo*
|
Entwicklungspolitischer
Informationsdienst
|
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Erlassjahr 2000*
|
Kampagne zur Entschuldung der
Entwicklungsländer
|
|
ESAF
|
Erweiterte Strukturanpassungsfazilität
- Finanzierungsinstrument des IWF (s.u.) von 1988 an, bei dem die berechtigten Länder
bestimmte Quoten an Finanzierungsmitteln des IWF zu bestimmten Rückzahlungsbedingungen in
Anspruch nehmen konnten, die sich jedoch nicht sehr stark von den vorherigen SAF
unterscheiden
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EU
|
Europäische Union
|
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EuKOMM*
|
Europäische Kommission,
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Evaluierung
|
Erfolgskontrolle laufender oder
abgeschlossener Projekte/Programme bzw. Teilprojekte
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|
Export
|
Ausfuhr von Gütern/Waren in ein
anderes Land
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Exportmodell
|
These von Kritikern einer bestimmten
Form der Eingliederung eines Entwicklungslandes in die Weltwirtschaft, nämlich durch
Konzentration auf wenige Exportgüter, durch einen großen Einfluß ausländischen
Kapitals und der Verwendung von Exporteinnahmen im wesentlichen für Gewinntransfer des
Auslandskaitals bzw. den Import von Luxusgütern für die Oberschicht des
Entwicklungslandes
|
|
Exportquote
|
Verhältnis des Wertes der Exporte zum
BIP (s.o.), zeigt die Exportabhängigkeit einer Volkswirtschaft
|
|
Extraktive Industrie
|
Industrielle Gewinnung mineralischer
und agrarischer Rohstoffe, im Falle der Plantagenwirtschaft auch agro-industrieller
Komplex genannt
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EZ
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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit
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E+Z*
|
Entwicklung und Zusammenarbeit,
Zeitschrift der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE)
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Fairer Handel/Fair Trade*
|
Import/Export mit Entwicklungsländern
mit dem Ziel, den Produzenten ein höheres Einkommen für ihre Arbeit zu ermöglichen
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FAO*
|
Food and Agriculture Organization -
Organisation für eRnährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen
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FDCL*
|
Forschungs- und Dokumentationszentrum
Chile-Lateinamerika in Berlin
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FES*
|
Friedrich-Ebert-Stiftung
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FIAN*
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Food First Informations- und
Aktionsnetzwerk - Internationale Menschenrechtsorganisation
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FNS
|
Friedrich-Naumann-Stiftung
|
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Forum Eine Welt*
|
SPD-Forum für
Entwicklungszusammenarbeit
|
|
Forum Social Mundial - World Social
Forum*
|
Internationales Forum zum Austausch
über Projekte in den Bereichen Menschenrechte und Entwicklung
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Freie Produktionszonen
|
Standorte weltmarktorientierter
industrieller Produktion, die einen besonderen Anreiz für die Verlagerung der Produktion
aus den Entwicklungsländern in die Industrieländer bieten sollen, z.B. Steuerbefreiungen
|
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Friedensallianzen
|
im Rahmen der Krisenprävention (s.u.)
ist damit ein weitverzweigtes Netz vielfältiger gesellschaftlicher wie politischer
Kräfte gemeint, die ein aktives Interesse an zivilen Formen der Konfliktlösung durch
Mediations(Vermittlungs)mechanismen haben
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FZ
|
Finanzielle Zusammenarbeit - etwa
gewährung günstiger Kredite; im Gegensatz zu technischer und personeller Zusammenarbeit
|
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GASP
|
Gemeinsame Außen- und
Sicherheitspolitik (der Europäischen Union)
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GATS
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General Agreement on Trade in Services
- Internationales Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen, siehe "WTO"
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GATT
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General Agreement on Tariffs and Trade
- Internationales Übereinkommen zu Handel und Zöllen, Vorläufer der 1993 beschlossenen
WTO (s.u.); 1947 von 23 Staaten abgeschlossen, zuletzt von 112 Staaten unterzeichnet. Die
GATT-Regeln verlangen
a) die Meistbegünstigung (s.u.) gegenüber allen Vertragspartnern
b) die rechtliche Gleichbehandlung von in- und ausländischen Gütern
c) das Verbot von Mengenbeschränkungen, Dumping und Exportsubventionen sowie das Gebot
von Zollsenkungen
d) das Prinzip der Gegenseitigkeit beim Abbau von Handelshemmnissen.
Regionalen Wirtschaftszusammenschlüssen und den Entwicklungsländern wurden
Ausnahmeregeln eingeräumt. Es gab sieben Zollrunden, wobei die Uruguay-Runde (s.u.) die
Welthandelsorganisation WTO beschloß.
|
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Geburtenrate
|
Maßzahl für den Pro-Tausend-Anteil
der Geburten an der Gesamtbevölkerung in einer bestimmten Periode; bestimmt zusammen mit
der Sterbe- oder Mortalitätsrate bzw. quote (siehe jeweil unten) die Wachstumsrate der
Bevölkerung
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|
GEF
|
Global Environment Facility - Globale
Umweltfazilität, gehört zur Weltbank-Gruppe (s.u.); soll Umweltschutzmaßnahmen "im
globalen Interesse" (wie den Schutz des Regenwaldes und der Artenvielfalt oder die
Entwicklung von alternativen Energieträgern) finanziell unterstützen
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Gender
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bezieht sich auf soziale
Geschlechterrollen und die Beziehungen zwischen Frauen und Männern.
Geschlechterverhältnisse bilden sich in einem spezifischen historischen, kulturellen,
ökonomischen und politischen Kontext heraus und verändern sich mit diesem.
Geschlechterrollen äußern sich in ihren jeweiligen Verantwortlichkeiten,
Zugangsmöglichkeiten zu Ressourcen und Macht, Bedürfnissen, Interessen und Perspektiven
|
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germanwatch*
|
Nord-Süd-Initiative für ökonomisches
und ökologisches Umdenken in den Ländern des Nordens
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gfbv*
|
Gesellschaft für bedrohte Völker -
für die VErteidigung der Rechte religiöser und ethnischer mInderheiten
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GI*
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Goethe-Institut - Deutsches
Kulturinstitut mit Einrichtungen in vielen Ländern der Welt
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Gini-Koeffizient
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Statistische Kennzahl zur Messung
wirtschaftlicher Konzentration, besonders der Einkommens- und Landverteilung; wird von der
Lorenz-Kurve (s.u.) abgeleitet
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global
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weltweit
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Global Environment Facility
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siehe "GEF"
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Globale Strukturpolitik
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Politik, die auf die Gestaltung
nationaler wie internationaler Rahmenbedingungen gerichtet ist, um global nachhaltige und
menschenwürdige Entwicklung zu ermöglichen sowie Krisen und Konflikten präventiv
(vorsorgend, vermeidend) zu begegnen. herstellung von Kohärenz zwischen sozialen,
politischen (Demokratie, Menschenrechte u. a.), ökonomischen und ökologischen Politiken
ist für globale Strukturpolitik eine unverzichtbare Voraussetzung, damit sie ihre Ziele
erreichen kann
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Global Governance
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Art "Weltordnungspolitik" die
aber nicht "Weltregierung" meint (goverment) sondern ein Bemühen auf globaler
Ebene mit dem Ziel konsensfähige Lösungen für Weltprobleme zu finden
der Begriff wurde von der Commission for Global Governance (siehe "CGG")
maßgeblich geprägt. Im Unterschied zum Regieren des Nationalstaates verweist global
governance nicht a priori auf einen definierten Handlungsträger, sondern auf verschiedene
staatliche und nichtstaatliche Akteure, die oberhalb der nationalstaatlichen Ebene im
Interesse globaler Zukunftssicherung handeln. Der Multilateralismus im Rahmen des Systems
der Vereinten Nationen gilt als eine Form von global governance. Dieser basiert auf der
Anerkennung des Primats des Völkerrechts und der Bereitschaft des internationalen
Staatensystems, durch partielle Souveränitätsverzichte die Mandate von Organisationen zu
erweitern.
Global Governance umschreibt Regulierung und Kontrolle internationaler Beziehungen im
Rahmen von Weltpolitiken in verschiedenen Bereichen wie Weltsozial-, Welternährungs-,
Weltwirtschafts-, Welthandels-, Weltwettbewerbs-, Weltfinanz-, Weltumwelt- und
Weltfriedenspolitik. Er umreißt Regeln in globalen Politikfeldern, die weit über die
klassische Außen- und Sicherheitspolitik hinausreichen. Weltordnungspolitik wird von
"Weltinnenpolitik" abgegrenzt, die begriffslogisch einen Weltstaat und eine
Weltregierung voraussetzt
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Globale Allgemeingüter
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siehe "Global Public Goods"
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Globale öffentliche Politik
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siehe "Global Public Policy"
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Globalisierung
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wirtschaftlich: zunehmende Verflechtung
der Volkswirtschaften durch wachsenden internationalen Handel mit Waren und
Dienstleistungen und Ausweitung der internationalen Kapital- Finanz- und Arbeitsmärkte
kulturel: globale Angleichung (bzw. Konfrontation) von Werte- und Konsummustern
politisch: meist wird angenommen eine abnehmende Handlungsmöglichkeit der einzelnen
Nationalstaaten angesichts der wirtschaftlichen Globalisierung wie oben beschrieben
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Global Policy*
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Begriff für die Bemühungen weltweite
Probleme im weltweiten (globalen) Maßstab zu regeln, inclusive der Übertragung von
Kompetenzen auf Institutionen wie die Vereinten Nationen (dies im Gegensatz zu Global
Governance)
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Global Public Goods
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Globale Allgemeingüter - als solche
gelten Güter, die von Menschen benötigt und beansprucht werden und deren Nutzen über
Landesgrenzen, Generationen und Bevölkerungsgruppen hinausreicht, wie Menschenrechte,
Frieden, soziale Gleichheit und Sicherheit, stabile Finanzsysteme, intakte Umwelt,
biologische Vielfalt etc. Auch der Markt stützt sich auf sie, obwohl er sie nicht
bereitstellt
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Global Public Policy
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weltweite Politik, die auf Schaffung,
Gewährung, Schutz und Verteilung globaler Allgemeingüter ausgerichtet ist. Gemeint sind
Regeln, Normen, Standards und Transferleistungen, die unter souveränen Nationalstaaten
auf internationalen Regierungskonferenzen ausgehandelt und auf nationalstaatlicher Ebene
umgesetzt werden
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Globale Umweltfazilität
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siehe "GEF"
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Good Governance
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Gute Regierungsführung - der Begriff
wurde von der Weltbank maßgeblich geprägt und operationalisiert (den eigenen Interessen
entsprechend angewendet). Gute Regierungsführung wird an fünf Kriterien festgemacht:
Rechenschaftspflicht über die Verwendung öffentlicher Mittel (accountability), von
Entscheidungen und Ernennungen (transparency), Berechenbarkeit des Verhaltens von
Repräsentanten des öffentlichen Sektors (predictability), ausreichende Informationen
für alle Akteure einer Volkswirtschaft (openness) und Verbindlichkeit des bestehenden
Rechts für alle (rule of law). Das Development Assistance Committee (siehe
"DAC") setzt den Begriff in Beziehung zu Rechtsstaatlichkeit, Effizienz der
öffentlichen Verwaltung, Bekämpfung von Korruption und Einschränkung exzessiver
Militärausgaben
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grant
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ein grant (engl.) ist ein reiner
Zuschuss, also eine Geldsumme, von der nichts zurückgezahlt werden muss
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greenpeace*
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Internationale Umweltorganisation
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Grüne Liga Berlin*
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Netzwerk ökologischer Bewegungen in
Berlin
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Grüne Revolution
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Unter Grüner Revolution wird die
Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft durch neue Anbaumethoden verstanden,
also nicht Agrarreform, sondern kapital- und betriebskostenintensivere, den
Arbeitskräfteeinsatz optimal nutzende Produktionsformen durch besseres Saatgut, das
höhere Erträge garantiert und mehrmalige Ernten im Jahr ermöglicht, durch verstärkte
Bewässerung, durch Verwendung größerer Mengen Energie, Mineraldünger und Biozide und
durch Mechanisierung
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Gruppe der 77
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1967 in Algier von 77
Entwicklungsländern gegründete Interessengemeinschaft, der 1994 schon 129 Länder
angehörten. Sie agiert in Fragen der wirtschaftlichen Nord-Süd-Beziehungn als
"Gewerkschaft" der Dritten Welt, hat aber keinen organisatorischen Unterbau und
Probleme, die unterschiedlichen Interessen auf einen Nenner zu bringen
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GTZ*
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Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit - eine der entwicklungspolitischen Trägerorganisationen (auch
"Vorfeldorganisationen") für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit des
Bundes
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Gute Regierungsführung
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siehe "Good Governance"
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Hallstein-Doktrin
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Prinzip, mit dem in der Anfangsphase der Bundesrepublik und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit Entwicklungshilfe eingesetzt wurde, um die staatliche Anerkennung der DDR durch Entwicklungsländer zu verhindern. Demnach wurde Entwicklungshilfe im Gießkannenprinzip über die Welt verteilt mit der Drohung, die Zahlungen einzustellen, wenn das Empfängerland die DDR staatlich anerkenne.
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HKW*
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Haus der Kulturen der Welt - kulturelle
Begegnungs- und Veranstaltungsstätte in Berlin, getragen vom Senat und vom Auswärtigen
Amt
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HDI
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Human Development Index - Als Indikator
für die Lebensdauer dient die Lebenserwartung bei GEburt, für das Wissen die
Alphabetisierungsragte, für den Lebensstandard die reale Kaufkraft. Die Werte von 130
Ländern (über 1 Mio. Einwohnern) für diese drei Indikatoren werden auf eine Skala von 0
bis 1 projiziert, indem z.B. die niedrigste Alphabetisierungsrate 0 und die höchste Rate
1 gesetzt wird. Der Mittelwert aus den drei auf diese Weise gefundenen Meßwerten ergibt
den HDI
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HDR
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Human Development Report
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HDW
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Handbuch der Dritten Welt
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Hermes-Kredite
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Auch Hermes-Bürgschaften - Absicherung
des Bundes der dafür bürgt dass er mit Geld einspringt, z. B. wenn nach einem Geschäft
einer deutschen Firma mit der Firma eines Entwicklungslandes diese nicht oder nur
teilweise bezahlen kann
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HIPC-Initiative
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Heavily Indebted Countries:
Hochverschuldete Länder - seit 1997 laufende Initiative von Weltbank und IWF zugunsten
hochverschuldeter armer Länder, an der multilaterale Finanzorganisationen, regionale
Entwicklungsbanken, die Europäische Union und die im Pariser Club (s.u.)
zusammengeschlossenen Gläubigerregierungen beteiligt sind. Die HIPC-Initiative gewährt
Schuldenerleichterungen entsprechend bestimmter Kriterien. Auf dem G8-Gipfel in Köln
(Juni 1999) wurden auf Initiative der Bundesregierung armen Schuldnerländern insgesamt 70
Mrd. US-Dollar unter der Maßgabe nachhaltiger nationaler Entwicklungspolitik erlassen.
Künftig qualifiziert sich ein Land für die HIPC-Initiative, wenn sein SChuldenstand 150
Prozent seiner jährlichen Exporteinnahmen überschreitet. Gleichzeitig wird die bisherige
Erlaßgrenze bei staatlich verbürgten Handelsschulden von 80 auf 90 Prozent angehoben; in
besonders kritischen Fällen können Handelsschulden ganz erlassen werden
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HSS
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Hans-Seidel-Stiftung
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Human Development Report
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Welt-Entwicklungsbericht - siehe
"UNDP"
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Humankapital
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Wissen und Fähigkeiten der Menschen,
das im Produktionsprozeß eingesetzte Sachkapital zu nutzen und weiterzuentwickeln.
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human rights watch*
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Internationale
Menschenrechtsorganisation
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IBRD
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International Bank for Reconstruction
and Development - Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung; gehört zur
Weltbank-Gruppe (s.u.), ist jedoch nicht mit der Weltbank selber zu verwechseln; Vergibt
Kredite, jedoch nur wenig unter den Marktzinsen, mit einer Laufzeit von 15 - 20 Jahren und
bei 5 Freijahren
|
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ICJC*
|
Internationaler Christlicher
Jugendaustausch - Organisation
|
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IDA
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International Development Association -
Internationale Entwicklungsagentur; gehört zur Weltbank-Gruppe (s.u.). IDA-Kredite
speisen sich aus Mitgliedsbeiträgen und werden zu besonders günstigen Bedingungen
vergeben mit einem Zuschußelement (d.h. nicht zurückzuzahlen) von 86%
|
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IDB/IBID
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Interamerikanische Entwicklungsbank
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IDRC*
|
International Development Research
Center - Forschungszentrum für Internationale Entwicklung, eingerichtet von der Regierung
Kanadas
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IFAD
|
International Fund for Agricultural
Development - Internationaler Fond für ländliche Entwicklung
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IFC
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International Finance Cooperation -
Internationale Finanzierungskooperation, Tochtergesellschaft der Weltbank (s.u.), 1956 zur
Förderung von Privatinvestitionen in den Entwicklungsländern gegründet; gehört zur
Weltbank-Gruppe (s.u.); sie übernimmt zur Förderung des Privatsektors Beteiligungen und
vergibt Kredite an Privatunternehmen in Entwicklungsländern
|
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IHK*
|
Industrie- und Handelskammer
|
|
IIE*
|
Institut für Entwicklungsforschung und
Entwicklungspolitik an der Ruhr-Universität Bochum
|
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IISD*
|
International Institute for Sustainable
Development - Internationale Nichtregierungsorganisation für Forschung und Vernetzung auf
dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung
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IJGD*
|
Internationale
Jugendgemeinschaftsdienste e.V., eine der ältesten und größten Workcamporganisationen
Deutschlands
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IKRK
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Internationales Komitee des Roten
Kreuzes
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|
IL
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Industrieländer
|
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ila*
|
Informationsstelle Lateinamerika
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ILO*
|
International Labour Organisation,
Unterorganisation für Arbeiterrechte der Vereinten Nationen
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IMF
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International Monetary Fund - siehe
IWF, Internationaler Währungsfonds
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Import
|
Einfuhr von Gütern/Waren aus einem
anderen Land
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Importsubstitution (ISI)
|
Industrialisierung mit dem Ziel,
Importe durch eigene Produktion und Diversifizierung (z.B. mehr Produkte statt
Konzentration auf wenige Exportprodukte) der inländischen Produktionsstruktur zu ersetzen
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Indexierung
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Herstellung von festen Preisrelationen
zwischen verschiedenen Gruppen von Gütern, im Forderungskatalog der Entwicklungsländer
die Anbindung der Rohstoffpreise an die Preise der Industrieländer
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INEF*
|
Institut für Entwicklung und Frieden
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Informeller Sektor
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Auch "Schattenwirtschaft"
oder "Überlebensökonomie", außerhalb von Sozialsystemen und Besteuerung oder
sonstiger staatlicher Regelung entwickelte wirtschaftliche Kleinstaktivitäten
("Schuhputzer"): von den Einen werden unternehmerische Initiative und
Kreativität hervorgehoben, von den anderen arbeitsintensive Produktion, einfache
Technologie, geringe Qualifizierung, schlechte Bezahlung, keine soziale Sicherheit,
geringer gewerkschaflicher Organisationsgrad.
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INGO
|
steht für "Internationale
Nichtregierungsorganisation"
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Infoläden*
|
Initiativen zur Betreibung von Läden
in denen politische Information und Diskussion ermöglicht wird
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Internationale Abkommen
|
Völkerrechtlich verbindliche
Übereinkommen bzw. Verträge wie Pakte, Konventionen (z.B. Biodiversität s.o., Klima,
Antidiskriminierung), Deklarationen etc.
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Internationale Entwicklungsagentur
|
siehe "IDA"
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Internationale Zivilgesellschaft
|
siehe auch
"Zivilgesellschaft" - International vernetzte Initiativen und
Nichtregierungsorganisationen, deren Ziel darin besteht, durch öffentliche Informations-
und Bewußtseinsarbeit politischen Einfluß auf globaler Ebene zu gewinnen. Der politische
Einfluß von Organisationen der internationalen Zivilgesellschaft wird darin deutlich,
dass ihnen beispielsweise die Europäische Kommission, Weltbank (s.u.), WTO (s.u.) und
auch internationale Unternehmensverbände Beteiligungs- und Mitspracherechte einräumen,
etwa den Zugang zu Dokumenten, die Teilnahme an Anhörungen und Konferenzen etc.
|
|
Interdependenz
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wechselseitig sich bedingende
Wirkungszusammenhänge, ohne deren Berücksichtigung viele soziale, ökonomische und
ökologische Probleme nicht gelöst werden können
|
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Internet-Ökonomie
|
globaler (weltweiter) elektronischer
Handel und finanzwirtschaftliche online-(Internet-)Transaktionen (Austauschprozesse),
deren Umsatz zur Zeit bei einer Trillion US-Dollar liegt. Die Grundlage der
Internet-Ökonomier bildet der Einsatz der neuen Informations- und
Kommunikationstechnologien bei Banken, VErsicherungen, Handelshäusern,
Transportunternehmen und in Privathäusern
|
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Investitionsgüter
|
Auch Kapitalgüter oder genauer
Anlageinvestitionen: diejenigen Güter, die Aufbau, Erweiterung/Verbesserung oder
Erhaltung der industriellen Produktionsausrüstung bestimmen
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IOM*
|
Internationale Organisation für
Migration
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IPPF
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International Planned Parenthood
Federation - Internationale Föderation für Familienplanung
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ISI
|
siehe Importsubstitution
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IVEP*
|
Informationsverbund Entwicklungspolitik
der Deutschen Stiftung für Entwicklungspolitik (DSW) mit vielen Dokumenten, Verweisen auf
andere Internet-Seiten und anderen Informationen
|
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IWF
|
Internationaler Währungsfonds - 1945
im Gefolge der Bretton Woods-Konferenz 1944 (USA) gegründet, um eine Neuordnung und
Stabilisierung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen auf der Basis fester
Wechselkurse zwischen konvertiblen Währungen institutionell abzusichern. Der IWF wurde zu
einem wichtigen Steuerungsinstrument der internationalen Währungs- und Finanzpolitik,
seit den 80er Jahren zum Hauptakteur des internationalen Schuldenmanagements. Weniger
durch die absolute Höhe der Kredite als vielmehr dadurch, dass die Industrieländer eine
weitere Kreditvergabe an ein Entwicklungsland von dessen Einhaltung der Vorgaben des IWF
für dessen Kreditvergabe abhängig machen hat der IWF einen großen Einfluß.
siehe auch "Kompensatorische Finanzierungsfazilität",
"Strukturanpassungsprogramme" und "Weltbank"
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iz3w*
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Informationszentrum 3. Welt -
Zeitschrift für Politik, Ökonomie und Kultur zwischen Nord und Süd
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Joint Implementation
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die gemeinsame Umsetzung von Projekten
zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zwischen verschiedenen Industrieländern
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Justitia et Pax*
|
Kommission Gerechtigkeit und Frieden
der deutschen Katholiken
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KAS
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Konrad-Adenauer-Stiftung
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KfW*
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Kreditanstalt für Wiederaufbau -
unterstützt z.B. Geschäfte zwischen deutschen Firmen und solchen aus
Entwicklungsländern, wickelt die Hermes-Kredite (s.o.) ab
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Klimaschutzkonvention
|
siehe "Agenda 21"
|
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Kolpingwerk*
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Jugendgemeinschaftsdienste
|
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Kompensatorische Finanzierungs-
fazilität
|
Finanzierungsinstrument des IWF (s.u.),
mit dem er Schwankungen der Exporterlöse ausgleichen will, wenn diese unter ein
vereinbartes Niveau fallen. Die Mittelausstattung ist jedoch zu gering, um größere
Erlöseinbrüche aufzufangen. Die Kredite müssen verzinst und zurückbezahlt werden, wenn
die Exporterlöse wieder über das Referenzniveau ansteigen
|
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Konditionalität
|
Verbindung finanzieller oder sonstiger
Leistungen an bestimmte Bedingungen, z.B. Verbindung der Gewährung von Krediten an die
Auflage, Staatsausgaben zu senken, oder auch Gewährung von Schuldenerleichterungen unter
der Bedingung der Verbesserung der Menschenrechtssituation etc.
|
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Krisenprävention
|
Gezilter Einsatz politischer
Instrumente zur Vermeidung gesellschaftlicher Konflikte. Sie umfaßt u.a. die stärkere
Beteiligung der Entwicklungszusammenarbeit an der Stabilisierung von Krisenregionen, die
Reform und Erweiterung internationaler Organisationen im Sinne kooperativer Sicherheit
sowie Abrüstungspolitik, Kontrolle des Waffenhandels und regionale
Demilitarisierungsvereinbarungen. Das BMZ (s.o.) hat begonnen, Krisenprävention und
zivile Konfliktbearbeitung in Länderstrategien zu integrieren
|
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Landesgemeinschaft für politische
Bildung in Berlin*
|
gemeinsam getragen vom Deutschen
Gewerkschaftsbund und den Volkshochschulen, bietet Seminare im In- und Ausland an
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Latifundien
|
Landwirtschaftlicher Großgrundbesitz;
bezeichnet aber nicht nur Bodenbesitzstrukturen, sondern u. a. die darauf gegründeten
Machtverhältnisse
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LDC
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Less Developed Countries - weniger
entwickelte Staaten
|
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Lenkungsausschuss
|
Siehe "Londoner Club"
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LEZ*
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Landesstelle für
Entwicklungszusammenarbeit - beim Wirtschaftssenat von Berlin, zuständig für die
Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin
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LIBOR
|
London Interbank Offer Rate - Variabler
Zinssatz für kurzfristige Kredite bis zu sechs Monaten Laufzeit am Bankplatz London
|
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Lieferbindung
|
Vertragliche Bindung von Kapitalhilfen
an Lieferungen und Leistungen aus dem Geberland.
|
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LLDC
|
Least Developed Countries - am
wenigsten entwickelte Staaten
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Lokale Agenda 21*
|
Initiativen, Konzepte, Gruppen, die auf
lokaler Ebene die Agenda 21 (s.o.) umsetzen wollen
|
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Lomè-Abkommen
|
Auch AKP- (s.u.) Abkommen - 1974 in
Lomè, der Hauptstadt von Togo, abgeschlossenes Abkommen zur Unterstützung von
Entwicklungsländern, insbesondere ehemaligen Kolonien, durch die Europäische Union, u.
a. durch Zollerleichterungen; inzwischen mehrere Nachfolgeabkommen (Lomè II, Lomè III
etc.)
|
|
Londoner Club
|
Interessen- und
Verhandlungsgemeinschaft der rund 1000 Gläubigerbanken, die sich in den Verhandlungen mit
den Regierungen der Schuldnerländer durch einen Lenkungsausschuss vertreten lassen.
Dieser Ausschuss verhandelt über die Umschuldung von privaten und nicht-verbürgten
Krediten an öffentliche Schuldner
|
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Lorenz-Kurve
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zeigt die Abweichung der Einkommens-
oder Landverteilung von der völligen Gleichverteilung an. Je stärker sich die Kurve von
der Geraden entfernt, desto hnöher ist der Grad der Einkommens- oder Landkonzentration
|
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Marginalisierung
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ursprünglich bezogen auf die Gruppen,
die im Zuge von Landflucht und Industrialisierung in Elendsviertelon an der Peripherie der
großen Städte landeten. Inzwischen allgemein verwendet dafür, dass Menschen an den Rand
der Gesellschaft gedrängt werden
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Marie-Schlei-Verein*
|
Verein zur Hilfe für Frauen in Afrika,
Asien und Lateinamerika
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Mediation
|
Vermittlung (z.B. zwischen
verschiedenen Konfliktparteien)
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Meistbegünstigungs-
klausel
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verpflichtet einen Staat zur
handelspolitischen Gleichbehandlung seiner Handelspartner, verbietet durch das sogenannten
Diskriminierungsverbot die Schlechterstellung einzelner Länder
|
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MERCOSUR
|
Mercado Comun del Sur -
Wirtschaftskooperation zwischen Staaten Südamerikas
|
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MIGA
|
Multilaterale
Investitionsgarantie-Agentur, gehört zur Weltbank-Gruppe (s.u.); sie sichert
privatwirtschaftliche Direktinvestitionen (s.o.) in Entwicklungsländern gegen
nicht-kommerzielle Risiken (wie Vertragsbruch oder Enteignung) ab
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Mischfinanzierung
|
kombinierte Projektfinanzierung durch
öffentliche Entwicklungshilfe und Kredite zu kommerziellen Bedingungen
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Misereor*
|
Katholisches Hilfswerk in Deutschland
für die Entwicklungszusammenarbeit
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Mixed Economy
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Gemischtwirtschaftliche Orientierung
der Volkswirtschaft, in der die Kapitalanteile der Unternehmen teilweise bei der
Privatwirtschaft, teilweise bei der öffentlichen Hand liegen
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Modernisierungs-
theorie
|
in den 50er und 60er Jahren
vorherrschende Theorie, dernach die eigentlichen Entwicklungsblockaden in den
Einstellungen und Verhaltensweisen der Menschen und in den Sozialstrukturen und
kollektiven Wertsystemen der "traditionellen" Gesellschaften liegen, vor allem
in religiösen Traditionen. Mit anderen Worten: die Menschen der Entwicklungsländer
müßten so werden, denken, handeln, produzieren und konsumieren wie "wir". Sah
die Ursache für Unterentwicklung also einseitig bei den Entwicklungsländern und
betrachtete deren Traditionen unterschiedslos. Siehe auch "Dualismustheorie" und
"Dependenztheorie"
|
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MOE
|
Mittel- und Osteuropa
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Monetarismus
|
Von der "Chicago Schule"
unter Führung von Milton Friedman entwickelte Geldtheorie, die von einer Korrelation
zwischen Geldmenge und Geldwert ausgeht. Hauptübel sei die Inflation, die durch eine
expansive Geldpolitik angeheizt werde, aber Investitionen in produktive Sektoren
behindere, Kapitalexporte stimuliere und Kapitalimporte abschrecke. Ziel der
Entwicklungspolitik müsse daher ein möglichst hohes Wachstum bei möglichst niedriger
Inflation sein. Dies könne durch ausgeglichene Haushalte, eine restriktive Kreditpolitik,
freien Außenhandel und Kapitalverkehr erreicht werden - der unter Einfluß dieser These
stehenden Politik des IWF (s.o.) wird von Kritikern vorgeworfen, andere Ursachen für
Unterentwicklung außer acht zu lassen und durch ihre Maßnahmen eine weitere Verarmung
der betroffenen Länder und der dort lebenden Bevölkerungsmehrheiten herbeizuführen;
siehe auch "Strukturanpassungsprogramme"
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Monokultur/ Monostruktur
|
Ausrichtung der
Landwirtschaft/Volkswirtschaft auf im wesentlichen ein (Rohstoff-) Erzeugnis
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Mortalitätsrate
|
siehe "Sterblichkeitsrate"
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MSAC
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Most Seriously Affected countries - Am
schwersten (z.B. von einer Umweltkatastrophe) betroffene Länder
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Multilateralismus
|
der Begriff beschreibt internationale
Prozesse, die mehr als zwei Partner einbeziehen. Das kontinuierliche Anwachsen des
Multilateralsimus wird nicht nur als Stärkung der Vereinten Nationen verstanden, sondern
auch als neues Politikmodell, das durch ein Zusammenwirken von staatlichen und
nichtstaatlichen Akteuren gekennzeichnet ist
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Nachhaltige Entwicklung
|
Sustainable Development - dauerhafte
Entwicklung, die nicht auf Kosten der Umwelt und zukünftiger Generationen geht; das
Leitbild nachhaltiger Entwicklung, mit dem Schwerpunkt auf ökologische Nachhaltigkeit,
wurde im Bericht der Brundtland-Kommission (s.o.) "Unsere gemeinsame Zukunft"
1987 eingeführt und von UNDP (s.u.) als Prozeß der Erweiterung von individuellen und
kollektiven Entwicklungsoptionen weiterentwickelt.
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NAFTA
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North American Free Trade Association -
Nordamerkanische Wirtschaftskooperation (insb. Zollfreiheit) zwischen Kanada, Mexiko und
den USA
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Netaid*
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Internationale Internet-Initiative
(u.a. der Vereinten Nationen) zur Bekämpfung der Armut
|
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Netto-
Kapitaltransfer
|
These von der Differenz zwischen
dem Zu- und Abfluß von Devisen (s.o.) im Laufe eines Jahres aus einem Entwicklungsland in
ein Industrieland. Entsteht, wenn sämtliche Leistungen mit einbezogen werden, durch die
Bankkredite, die Entwicklungsländern gewährt wurden und für die sich hohe
Zinsforderungen gegen das Entwicklungsland angesammelt haben
|
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Neue Internationale Finanzarchitektur
|
New International Architecture - Zur
prävention und Lösung internationaler Finanzkrisen haben die Vereinten Nationen einen
Katalog mit weitreichenden Vorschlägen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte
vorgelegt. Wichtige Empfehlung ist die Bildung einer Weltfinanzbehörde, die globale
Standards zur Regulierung und Kontrolle internationaler Finanzströme festlegt
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NGO
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Non Governmental Organization, engl.
für NRO
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NIC
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Newly Industrializing countries - sog.
Schwellenländer, zwischen Entwicklungs- und Industrieland
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Nord-Süd-Forum*
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Verein zur Förderung des
Zusammenwirkens von kulturellen und wissenschaftlichen Institutionen von Ländern der
Dritten Welt und der Bundesrepublik Deutschland
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NRO
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Nichtregierungsorganisation
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NWWO
|
Neue Welt-Wirtschafts-Ordnung
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Nyerere-Bericht
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Im August 1990 vorgelegter Bericht der
vom früheren tansanischen Präsidenten Julius Nyerere geleiteten Süd-Kommission. Die
Kommission wurde auf Vorschlag des malaysischen Ministerpräsidenten Mahatir Mohamad auf
der Gipfelkonferenz der blockfreien STaaten in Harare 1986 gegründet. Der deutsche Titel
des Berichts lautet: Die Herausforderungen für den Süden. Der Bericht übte u. a.
Selbstkritik an den entwicklungspolitischen Eigenanstrengungen bzw. dem Mangel derselben
in den Entwicklungsländern selbst.
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ODA
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Official Development Assistance -
Staatliche Entwicklungshilfe; enthält einen Zuschussanteil (Anteil, der nicht
zurückgezahlt werden muss) von mindestens 25%
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OECD*
|
Organisation für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung, insb. alle reichen Industrieländer
|
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oneworld*
|
Internet-Zusammenschluss von Eine Welt
Initiativen
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OOF
|
Other Official ...(?) - andere
öffentliche Leistungen (nicht ODA)
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OPEC
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Organization of Petroleum Exporting
Countries - Organisation Erdölexportierender Länder
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openness
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Offenheit - siehe "Good
Governance"
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Oxfam*
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Zusammenschluss internationaler
Nichtregierungsorganisationen
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Pariser Club
|
Interessen- und
Verhandlungsgemeinschaft der öffentlichen Gläubiger (Staaten als Kreditgeber an
Entwicklungsländer). Seine Verhandlungen beziehen sich auf alle bilateralen öffentlichen
Darlehen sowie öffentlich verbürgten Exportkredite
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Parizipation
|
Beteiligung von Gruppen, Gemeinschaften
und Institutionen an sie betreffenden gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Moderne
Demokratien werden heute weitgehend als partizipative Demokratien verstanden, die im
stärkeren Maße als bisher Mitsprachemöglichkeiten und -rechte sowie Expertise und
Kompetenzen in die Lösung gesellschaftlicher Probleme einbeziehen (siehe
"Zivilgesellschaft")
|
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Pearson-Bericht
|
1969 vorgelegter Bericht der vom
damaligen Weltbank-Präsidenten Robert McNamara beauftragten und vom ehemaligen
kanadischen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträger Lester Pearson geleiteten
"Kommission für Internationale Entwicklung". Der Bericht bilanzierte 20 Jahre
Entwicklungspolitik und übte Kritik: "Eikn Großteil ... diente tatsächlich dazu,
kurzfristige politische oder strategische Vorteile zu erlangen oder Exporte der
GeEberländer zu fördern."
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Peripherer Kapitalismus
|
peripher: am Rande, hier am Rande der
Weltwirtschaft. Modell von Dieter Senghaas (siehe "Dependenztheorie") bei dem
der Wirtschaft aller Entwicklungsländer unterschiedslos bestimmte Eigenschaften
zugeordnet werden, etwa Mängel bei der Versorgung der eigenen Bevölkerung mit
Nahrungsmitteln, bei der Produktion von Konsumgütern und von Produktionsgütern.
|
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Post-Washington Consensus
|
1997 erfolgte Revision des Washington
Consensus (s.u.). Er erweitert instrumente und Ziele des Staates, sieht regulatorische
Maßnahmen im Bereich der Finanz- und Währungsmärkte, eine Wettbewerbspolitik und die
Garantie offener Märkte vor. Er habt die Bedeutung demokratischer Verhältnisse hervor
und fordert die Förderung von Humankapital (s.o.)durch Ausbildung und staatliche
Eingriffe zugunsten benachteiligter Bevölkerungsgruppen
|
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Prävention
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Vorbeugung; meist im Zusammenhang von
Konflikt-Prävention, siehe z.B. "Ziviler Friedensdienst"
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predictability
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Vorhersagbarkeit - siehe "Good
Governance"
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Pro Asyl*
|
Menschenrechtsorganisation für die
Rechte von Flüchtlingen in Deutschland
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Produktionsquote
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Auch Produktionskontingent: bezeichnet
Produktionsmengen, auf die sich die Erzeugerländer und exporteure bestimmter Güter
einigen, um ein Überangebot auf dem Weltmarkt und damit einen fast unvermeidlichen
Preisabfall zu verhindern
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Produktivität
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Verhältnis des Produktionsertrages
(output) zum Einsatz (input) an Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital etc.). Gemessen wird,
wieviel mit einem bestimmten Faktoreinsatz hergestellt wird. Die Einsatzmenge des Faktors
Arbeit wird mit der Anzahl der Beschäftigten und der von ihnen insgesamt geleisteten
Arbeitszeit bemessen
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prokla*
|
stand für "Probleme des
Klassenkampfes" - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft
|
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Pro-Kopf-Einkommen
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entsteht durch die Teilung des BSP
(s.o.) durch die Bevölkerungszahl eines Landes
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Public Private Partnership - PPP
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Zusammenarbeit öffentlicher und
privater Akteure, bezeichnet insbesondere den Versuch staatlicher Geldgeber, bei der
Projektfinanzierung und -durchführung private Unternehmen mit einzubeziehen
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Quango
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"Quasi-NGO", Bezeichnung für
eine Organisation, die zwar formalrechtlich nichtstaatlich organisiert ist, im Grunde aber
ganz von Zuwendungen des Bundes abhängt
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Reporter ohne Grenzen*
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Internationale Organisation zur
Verteidigung der Pressefreiheit
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Rio
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steht für Rio de Janeiro, die
Hauptstadt Brasiliens (siehe "UNCED")
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rule of law
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Rechtsstaatlichkeit - siehe "Good
Governance"
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SADC
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Southern African Development Community
- Kooperation südafrikanischer Staaten
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SAF
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Strukturanpassungsfazilität -
Finanzierungsinstrument des IWF (s.o.) seit 1986, bei dem die berechtigten Länder
bestimmte Quoten an Geldmitteln zu bestimmten Bedingungen in Anspruch nehmen konnten
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Schuldendienst-
quotient
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der Schuldendienstquotient bezeiht den
gesamten Schuldendienst (also Zinsen und Tilgung) auf die Exporterlöse des
Berechnungsjahres. ER zeigt an, wieviel Devisen (s.o.) nach der Bedienung der Schulden
ohne Rückgriffe auf die Devisenreserven oder auf neue kredite für Importe übrig
bleiben. Die kritische Grenze wird bei 20-25% gezogen
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Schuldenquote
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die Schuldenquote bezieht den
Schuldenstand (nicht den Schuldendienst) auf die jährlichen Exporterlöse. Als kritisch
gilt eine Quote von 150%
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Schwellenländer
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werden als in ihrem Entwicklungsstand
zwischen dem eines Entwicklungslandes und dem eines entwickelten Industriestaates
angesehen
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SCI*
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Service Civil International - in Folge
des ersten Weltkriegs gegründete Freiwilligen- und Hilfsorganisation
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SEF*
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Stiftung Entwicklung und Frieden
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Sektoranpassungs-
programme
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Programme der Weltbank (s.u.),
konzentrieren sich auf die Schlüsselbereiche Außenhandel (Abbau von
Importbeschränkungen und Ankurbelung der Exporte), Preis- und Steuerpolitik (Aufhebung
von Preiskontrollen, Anhebung der landwirtschaftlichen Produzentenpreise sowie
Steuerreformen, wobei die Weltbank die Einführung der Mehrwertsteuer befürwortet, die
die oberen Einkommensgruppen schont und die unteren Einkommensgruppen belastet), besseres
Management des öffentlichen Sektors (möglichst durch Privatisierung) und Landwirtschaft
(Erhöhung der Produktivität)
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Self-reliance
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Konzept, das die eigenen Resourcen des
Entwicklungslandes zur Befriedigung der menschlichen Grudnbedürfnisse einsetzen will und
dies per Massenmobilisierung und Teilnahme der Bevölkerung zu erreichen versucht; ist
verbunden mit der Suche nach einem eigenen, den jeweiligen Traditionen eines
Entwicklungslandes angepaßten Entwicklungsweg
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SEQUA*
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gemeinnützige Stiftung der deutschen
Wirtschaft für wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung
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SES*
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Senior Expert Service - Ehrenamtlicher
Dienst der deutschen Wirtschaft für Entwicklungszusammenarbeit
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Shifting Cultivation
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Wanderanbau - Traditionelle,
düngerlose Wald-Feld-Wechselwirtschaft in den Tropen
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Sicherheitspolitik
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das traditionelle Konzept definierte
Sicherheit vorwiegend als militärische Sicherheit. Verteidigungsfähigkeit bedeutete,
SChutz vor der Anwendung oder ANdrohung von Gewalt anderer Staaten zu bieten. Heute wird
von einem erweiterten Sicherheitsbegriff gesprochen, der maßgeblich von der Commission on
Global Governance (s.o.) beeinflußt und von anderen (z.B. UNDP, s.u.) weiterentwickelt
wurde. Der erweiterte Sicherheitsbegriff macht deutlich, dass es neben den militärischen
andere Gefahren und Risiken gibt, die vor allem nicht-militärische Lösungs- und
Bewältigungsstrategien erfordern. Gemeint sind soziale, ökonomische, politische und
ökologische Risiken, die die Sicherheit des Menschen und der Erde bedrohen. Die
Entscheidung der SPD-Bundesregierung, dem Bumdesministerium für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (siehe "BMZ") einen Sitz im Bundessicherheitsrat
(s.o.) einzuräumen, folgt diesem erweiterten Verständnis von Sicherheitspolitik. Er ist
das ursprünglich vorgesehene Organ zur Koordinierung der deutschen Sicherheitspolitik
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Sicherheitsrat
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siehe "Bundessicherheitsrat"
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SILIC
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Severely Indebted Low Income Countries
- Hochverschuldete Länder mit geringem Durchschnittseinkommen
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SIMIC
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Severely Indebted Middle Income
Countries - Hochverschuldete Länder mit mittlerem Einkommen
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SIPRI*
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Stockholm International Peace Research
Institut - Schwedisches Institut für Friedensforschung
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SLE*
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Seminar für Ländliche Entwicklung an
der Humboldt-Universität Berlin - entwicklungspolitischer Aufbaustudiengang für
Studienabgänger
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SI*
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Sozialistische Internationale -
Vereinigung sozialdemokratischer, sozialistischer und labour-Parteien
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SODI*
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Solidaritätsdienst International -
entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation mit ostdeutschen Wurzeln
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Sonderziehungs-
rechte
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zusätzliche Mittel des IWF (s.o.), um
den Mitgliedsländern zu bestimmten Bedingungen bestimmte Summen zur Verfügung zu
stellen. Art synthetisches Weltgeld, das nur im Zahlungsverkehr zwischen den Zentralbanken
verwendet wird. Die Sonderziehungsrechte sind gleichzeitig Kredit- und Zahlungsmittel und
stellen im GEgensatz zu den übrigen Ziehungsrechten zusätzliche Währungsreserven für
die einzelnen sTaaten dar. Ihr Wert bemißt sich nach einem Währungskorb der 16
wichtigsten IWF-Mitglieder
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Southbound*
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Initiative des IDRC (s.o.) zu
Publikationen auf dem Feld der Entwicklungszusammenarbeit
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Sozialprodukt
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entspricht dem Wert aller in einer
Periode produzierten Güter (Waren und Dienstleistungen) abzüglich des Wertes der Güter,
die wieder im heimischen Produktionsprozeß eingesetzt werden. Sein umfang gibt einen
Maßstab für die gesamte Jahresleistung einer Volkswirtschaft ab und zeigt an, was von
der gesamten Wirtschaft an Sachgütern und Dienstleistungen neu geschaffen worden ist, was
für den Verbrauch und für Investitionen zur Verfügung steht.
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Sparquote
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Prozentualer Anteil des
Volkseinkommens, der nicht dem sofortigen Konsum zugeführt, sondern gespart wird
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SPD*
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Sozialdemokratische Partei Deutschlands
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STABEX
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aus den Mitteln des Europäischen
Entwicklungsfonds (EEF) gespeister Fonds der eingreift, wenn die Exporterlöse eines
AKP-Landes (s.o.) den Durchschnittserlös der vorangegangenen vier Jahre um bestimmte
Prozentsätze unterschritten haben und das Land außerdem zu einem bestimmten Grad vom
Export einzelner Rohstoffe abhängt
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Stakeholder
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Personen, Gruppen oder Institutionen
(Akteure), die an Prozessen direkt beteiligt sind, an ihnen Interesse haben und/oder von
ihnen betroffen sind
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Sterblichkeitsrate
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auch Sterbequote oder Mortalitätsrate
- Maßzahl für den Pro-Tausend-Anteil der Sterbefälle an der GEsamtbevölkerung in einer
bestimmten Periode; bestimmt zusammen mit der Geburtenrate (s.o.) die Wachstumsrate der
Bevölkerung
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STF
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System-Transformationsfazilität -
Finanzierungsinstrument des IWF (s.o.) seit 1993, für die östlichen
Transformationsländer eingerichtet, die noch nicht die anderen IWF-Fazilitäten (siehe
SAF und ESAF) in Anspruch nehmen können
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Stiftung Nord-Süd-Brücken*
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Organisation zur Förderung
ostdeutscher entwicklungspolitischer Gruppen
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Strukturanpas-
sungsprogramme
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Programme deren Durchführung der IWF
(s.o.) zur Voraussetzung macht, um einem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen
Entwicklungsland neue Kredite zu geben und damit allgemein die Kreditwürdigkeit dieses
Landes wieder herzustellen. Die Maßnahmen haben meist im wesentlichen einen Rückzug der
öffentlichen Hand zum Ziel, also Beschneidung von Sozialleistungen, Privatisierung von
Unternehmen und Dienstleistungen, Entlassung von Bediensteten der öffentlichen Hand sowie
eine restriktive (zurückhaltendere) Kreditvergabe und Geldpolitik allgemein (siehe auch
"Monetarismus")
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Subsistenzwirtschaft
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Landwirtschaftliche Produktion, die der
Eigenversorgung dient und nicht bzw. nur geringfügig den (überlokalen) Markt beliefert
und deshalb außerhalb des monetären Kreislaufs bleibt. Die Subsistenzwirtschaft wird
inzwischen auch dem sog. "informellen Sektor" (s.o.) zugerechnet
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Sustainable Development
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Nachhaltige Entwicklung, dauerhafte
Entwicklung die nicht auf Kosten der Umwelt und der nachfolgenden Generationen geht
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SWP*
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Stiftung Wissenschaft und Politik
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Technologietransfer
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Übertragung von technischem Wissen in
Form von Produkten (Maschinen etc.) oder in nicht-gegenständlicher Form (technische
Beratung, Patente, ...), fast ausschließlich auf einer Einbahnstraße aus den
Industrieländern in die Entwicklungsländer
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Terms of Trade
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ToT - werden unterschiedlich verwendet;
die Konzepte beziehen sich alle auf das Austauschverhältnis zwischen den Waren, die ein
Entwicklungsland aus dem Norden importiert und den Waren, die es nach dort exportiert,
also z.B. der Wert einer bestimmten Maschine, die früher 10 Sack Reis kostete, und heute
z.B. 50. Ein Argument in der Diskussion lautet, dass die Entwicklungsländer angehalten
werden einseitig bestimmte landwirtschaftliche Produkte für den Weltmarkt zu produzieren,
diese dadurch so reichlich vorhanden sind, dass ihre Preise fallen und die
Entwicklungsländer daher immer mehr Leistung für die selbe Menge der für sie
notwendigen Importe aus den Industrieländern (Maschinen etc.) erbringen müssen
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terre des femmes*
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Internationale
Frauenmenschenrechtsorganisation
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terre des hommes*
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Kinderhilfsorganisation
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The Global Public Policy Project*
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Projekt der Vereinten Nationen zur
Nutzung von Netzwerken mit Nichtregierungsorganisationen und privaten Unternehmen bei der
Bewältigung Internationaler Herausforderungen
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Third World Network*
|
Internationale
Nichtregierungsorganisation zur Vernetzung von Personen und Organisationen auf dem Feld
der Entwicklungszusammenarbeit
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TI*
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Transparency International -
Internationale Nichtregierungsorganisation zur Bekämpfung der Korruption
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Tobin-Steuer
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Steuer auf weltweite
Finanztransaktionen, die 1983 vom Wirtschaftsnobelpreisträger James Tobin vorgeschlagen
wurde. Mit dieser Steuer sollte ein Weltfonds zur Finanzierung internationaler
Entwicklungsaufgaben eingerichtet werden. Ziel ist es außerdem, mit dieser Steuer
schnelle großvolumige Kapitalbewegungen zu vermeiden helfen, wie sie z.B. die Asienkrise
mit verursacht haben. Die Tobin-Steuer ist nämlich so gering (die genaue Größe wird
unterschiedlich vorgeschlagen, z.B. 0,1%), dass sie internationale Finanztransaktionen,
wie sie in Maßen notwendig sind, nicht grundsätzlich verhindern. Bei mehrfachem
schnellen hin- und herschieben großer Summen wächst die Steuer jedoch schnell auf einen
beträchltlichen Betrag an. Schließlich ist die Tobin-Steuer ein Weg, international
Finanzinvestitionen (und -spekulationen) wieder genauso zu besteuern wie
Produktivinvestitionen (das Verhältnis war früher 50:50 und ist heute 30:50) wieder
stärker zu besteuer und damit Produktivinvestitionen verhältnismäßig zu begünstigen,
damit das Wirtschaftswachstum zu stärken. Endlich ist es auch ein Weg, dem Staat wieder
mehr Mittel und damit Handlungsfähigkeit zu geben, die er im Rahmen der Globalisierung
(s.o.) verloren hat
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ToT
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Terms of Trade, s.o.
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Trickle-down-Effekt
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Durchsickereffekt; These, dass die
durch Kapitaltransfer in den Entwicklungsländern ausgelösten Wachstumsprozesse irgendwie
zur breiten Bevölkerung durchsickern und deren Lebensbedingungen verbessern werde
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TRIPS
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Trade Related Aspects of Intellectual
Property Rights - Internationales Abkommen über Handelsaspekte bei Rechten an
"geistigem Eigentum", siehe "WTO"
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TZ
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Technische Zusammenarbeit -
Unterstützung in Form der Entsendung von Experten oder Materialien, Maschinen etc.; im
Gegensatz zur Finanziellen Zusammenarbeit
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UN*
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United Nations - Vereinte Nationen
(auch UNO - UN Organisation)
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UNCED
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UN Conference on Environment and
Development - Umwelt- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen; die 2. UNCED fand
vom 1. bis 12. Juni 1992 in Rio de Janeiro statt mit den Verhandlungssschwerpunkten
Atmosphärenschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt. Zentraler Streitpunkt zwischen
Industrie- und Entwicklungsländern: die Einrichtung finanzieller und institutioneller
Regelungsmechanismen für eine globale Umweltpolitik (siehe "Agenda 21")
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UNCTAD
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UN Conference on Trade and Development
- Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen; Organisator der seit 1964 in
Abständen von 4 Jahren stattfindenden Welthandelskonferenzen mit einem ständigen
Sekretariat in Genf; UNCTAD, auf Drängen der Entwicklungsländer gegründet, wurde zum
Organisationskern und Promoter der NWWO-Verhandlungen (s.o.), aber gerade deshalb in den
80er Jahren auf Druck der Industrieländer als zentrales Forum des Nord-Süd-Dialogs
ausgeschaltet
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UNDP*
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United Nations Development Program -
Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen; 1965 gegründet, seit 1970
Koordinationsstelle aller UN-Hilfsprogramme; finanziert aus freiwilligen Beiträgen der
UN-Mitglieder (zu 90% von den westlichen Industrieländern). Seit 1990 legt UNDP einen
jährlichen Human Development Report vor, der soziale Entwicklungsn in der Welt analysiert
und dokumentiert
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UNEP
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UN Environment Program - Umweltprogramm
der Vereinten Nationen; nach der Weltumweltkonferenz 1972 von der UN-Vollversammlung
gegründet, Sitz Nairobi. Aufgaben: Koordination von UN-Projekten auf dem GEbiet des
Umweltschutzes. Die schwache finanzielle und personelle Ausstattung verhindert eine dem
globalen Problem der Umweltzerstörung angemessene Tätigkeit von UNEP
|
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UNESCO*
|
United Nations Education, Science
and Development Organization - Organisation der Vereinten Nationen für Bildung,
Wissenschaft und Kommunikation; 1945 gegründet, mit Sitz in Paris. Aufgaben: Förderung
der internationalen Zusammenarbeit auf den GEbieten der Wissenschaft, Erziehung, Kultur,
Information und Kommunikation. In den 70er Jahren wandte sich die UNESCO
entwicklungspolitischen Aktivitäten zu, z.B. der Bekämpfung des Analphabetismus durch
die Förderung von Alphabetisierungskampagnen. Die Forderung nach einer Neuen
Weltinformationsordnung, aber auch die Kritik an der "Politisierung" und am
hohen Verwaltungsaufwand führten zum Austritt der USA (1984), Großbrittanniens und
Singapurs (1985). Der Verlust von 25% des Etats erzwang Spar- und Reformmaßnahmen
|
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UNFPA
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UN Fund for Population Activities -
Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen; 1967 gegründet, dem UNDP unterstellt, seit
1971 Koordinationsstelle der bevölkerungspolitischen UN-Aktivitäten; 60% der Mittel
werden für Programme der Familienplanung aufgewendet
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UNHCR*
|
United Nations High Commissioner for
Refugees - Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge; 1951 gegründet, mit
Sitz in Genf; er leistet Rechtsschutz, organisiert Nothilfe (Flüchtlingslager) und
bemüht sich um Repatriierung der Flüchtlinge
|
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UNICEF*
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United Nations Children's Fund -
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen; 1946 gegründet zum Schutz der Kinder vor Hunger,
Krankheit und Ausbeutung durch Kinderarbeit und -prostitution und für die Förderung der
Schulbildung
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UNIDO
|
UN Industrial Development Organization
- UN-Organisation für industrielle Entwicklung; 1965 gegründet, mit Sitz in Wien, zur
Förderung der Industrialisierung der Entwicklungsländer, der industriellen
Zusammenarbeit und des Technologietransfers durch Beratung und Koordinierung aller
industriepolitischen Aktivitäten
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UNIFEM
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UN Development Fund for Women -
Frauenfonds der Vereinten Nationen
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UNO*
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United Nations Organization = UN
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UNRWA
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UN Relief and Works Agency for
Palestine Refugees in the Near East - Hilfsorganisation der Vereinten Nationen für
Palästinensische Flüchtlinge
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UNV*
|
United Nations Volunteers -
Freiwilligenorganisation der Vereinten Nationen
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Uruguay-Runde
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Im Herbst 1986 eingeleitete siebte
Zollrunde des GATT (s.o.), konzentrierte sich auf drei VErhandlungsbereiche: Agrarhandel,
Dienstleistungen und Schutz des geistigen Eigentums (Patente, Copyrights etc.). Beschloß
1993 die Gründung der Welthandelsorganisation WTO (s.u.)
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USAID
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United States Agency for International
Development - Entwicklungsagentur der USA
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VENRO*
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Verband Entwicklungspolitik deutscher
Nichtregierungsorganisationen
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Verbundfinanzierung
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Finanzierung, bei der ein staatlicher
Anteil daran gebunden ist, dass auch ein gewisser Eigenanteil oder Anteil von Drittmitteln
(weder der Nehmer noch der staatliche oder sonst vorrangige Geber) erbracht wird
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Virtual Library on International
Development*
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Englischsprachige Sammlung von
Internet-Adressen zur Entwicklungszusammarbeit
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VN*
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Vereinte Nationen
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Wachstumsrate der Bevölkerung
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siehe "Bevölkerungswachstum"
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Waldschutzkonvention
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siehe "Agenda 21"
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Wanderanbau
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Shifting Cultivation - traditionelle,
düngerlose Wald-Feld-Wechselwirtschaft in den Tropen
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Warentermin-
geschäfte
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Bei ihnen wird z.B. Kaffe noch vor der
Ernte gekauft und ein Liefertermin (3-6 Monate vorher) vereinbart; er wird also nicht als
Ware, sondern in Form von Verträgen (Papieren) gehandelt. Am Warenterminhandel kann sich
aber nur beteiligen, wer eine hohe Kaution auf einem besonderen Konto hinterlegt, die
Preisschwankungen angepaßt wird. Kommst es zwischen Vertragsabschluß und Lieferung zu
einem Preisanstieg, kann der Käufer den VErtrag mit Gewinn weiter verkaufen; kommt es zu
einem Preiseinbruch, riskiert er Verluste, die er durch Gegen- und Sicherungsgeschäfte
aufzufangen versucht. Anders als auf den sog. Spotmärkten ist bei den Termingeschäften
die Ware nur auf Papier präsent
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Washington Consensus
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Konzept der
Bretton-Woods-Organisationen (siehe "IWF" und "Weltbank"), das
Liberalisierung der Märkte, Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und Güter
sowie makroökonomische Stabilität zu hinreichenden Voraussetzungen erklärte, um
Wirtshaftswachstum und Wohlstand in Entwicklungsländern zu sichern. Insbesondere zehn
politische Instrumente galten zur Überwindung der Verschuldungskrise als konsensfähig:
fiskalische Disziplin, staatliche Ausgabenprioritäten im Bildungs- und
Gesundheitsbereich, Steuerreformen, marktdeterminierte Zinssätze, wettbewerbsfähige
Austauschraten, liberale Handelspolitik, Öffnung gegenüber ausländischen Investitionen,
privatisierung, Deregulierung und Schutz von Eigentumsrechten. Er wurde von der Weltbank
revidiert (siehe "Post-Washington Consensus")
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Weltinnenpolitik
|
meint die Erkenntnis, dass bei weiter
wachsender Interdependenz (s.o.) viele Probleme nur noch im Weltmaßstab und durch
internationale Konsensbildung bzw. verbindliche Regeln gelöst werden können. Setzt
begriffslogisch eine Art Weltstaat und Weltregierung voraus und ist daher nicht zu
verwechseln mit Weltordnungspolitik bzw. Global Governance (s.o.)
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Weltordnungspolitik
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Äquivalent zu global governance (s.o.)
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WB
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siehe "Weltbank"
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WCED
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World Commission on Environment and
Development - Weltkommission für Umwelt und Entwicklung
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WEDO*
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Women's Environment and Development
Organization - Internationale Nichtregierungsorganisation zur Förderung von Entwicklung
durch Unterstützung von Frauen
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WEED*
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World Economy Ecology and Development -
Internationale Nichtregierungsorganisation
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Weltbank
|
zur Weltbankgruppe gehören inzwischen
5 Organisationen:
die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD)
die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA)
die Internationale Finanz-Corporation (IFC)
die multilaterale Investitionsgarantie-Agentur (MIGA) und die
Globale Umweltfazilität
(siehe unter den jeweiligen Stichpunkten)
Die Weltbank gehört mit dem IWF (s.o.) zu den 1944 dort gegründeten
"Bretton-Woods-Zwillingen".
Die Entscheidungen in den Exekutivdirektorien von IWF und Weltbank fallen entgegen dem
sonst in den Vereinten Nationen üblichen Prinzip der Gleichberechtigung entsprechend der
Kapitalanteile. Somit kann gegen den Mehrheitswillen der OECD-Länder (s.o.) kein
Entwicklungsland einen Kredit dieser Institutionen erhalten.
Die Weltbank gibt mit ihren Policy-Papers entwicklungspolitische Leitlinien für die
weltweite Diskussion vor. Sie hat entgegen dem IWF (Lösung kurzfristiger
Zahlungsprobleme) die Überwindung von längerfristigen Strukturproblemen zum Auftrag.
Dazu entwickelt sie sog. Sektoranpassungsprogramme (s.o.). Allerdings nähern sich beide
Organisationen (beide haben ihren Sitz in Washington) inzwischen an.
Die Weltbankgruppe verwaltet wie die inzwischen fünf regionalen Entwicklungsbanken (für
Lateinamerika, Karibik, Afrika, Asien und Osteuropa) Sonderfonds, die aus Beiträgen der
Mitgliedsländer gespeist werden und zu "weichen" (sehr günstigen) Bedingungen
vergeben (verliehen) werden (siehe dazu "IDA").
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Weltentwicklungs-
bericht
|
Human Development Report - siehe
"UNDP"
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Welthandels-
organisation
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siehe "WTO"
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WFC
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World Food Council, 1974 von der
Welternährungskonferenz mit der Aufgabe gegründet, die Welternährungslage zu
analysieren, Programme zur Überwindung des Hungers zu erarbeiten und die
UN-Hilfsprogramme entsprechend zu orientieren
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|
WFD*
|
Weltfriedensdienst - Verein für
Projekte im süden und Aufklärungsarbeit im Norden
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WFP
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World Food Program -
Welternährungsprogramm, 1961 gegründet, mit Sitz in Rom. Hauptaufgabe: Bkämpfung akuter
Hungersnöte mit Hilfe von Nahrungsmittelreserven, die von Überschußländern (besonders
den USA) bereitgestellt werden
|
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WHO*
|
World Health Organization -
Welt-Gesundheitsorganisation, 1948 gegründet, mit Sitz in Genf. Erfolge vor allem bei der
Bekämpfung von Seuchen (z.B. Ausrottung der Pocken)
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Wieczorek-Zeul, Heidemarie
|
Sozialdemokratische Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit 1998. In ihrer kurzen Amtszeit hat sie nachhaltige Erfolge vorzuweisen, die der Entwicklungspolitik eine wichtigere Stellung in und größere Bedeutung für die Bundespolitik geben. Für die Entwicklungspolitik selbst betont sie für die globale Ebene die entscheidende Bedeutung der internationalen Rahmenbedingungen ("Globale Strukturpolitik"), was sich in ihrer Initiative für eine Entschuldung der Entwicklungsländer und für eine Akzentverschiebung bei der Arbeit von Internationalem Währungsfonds und Weltbank niederschlägt. Auf der lokalen Ebene und damit für die Projektpolitik des BMZ und der vom BMZ unterstützten Institutionen verstärkt sie die Unterstützung für Nichtregierungsorganisationen.
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Woman Watch
|
Spezielle Frauen-Internet-Seite der
Vereinten Nationen mit vielen Dokumenten, Nachrichten, Verweisen auf andere
Internet-Seiten etc.
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WTO
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World Trade Organization -
Welthandelsorganisation, Nachfolgeorganisation des GATT (s.o.), beschlossen 1993 auf der
Uruguay-Runde (s.o.)
Institutionelles Dach für drei Vertragswerke: das "GATT 1994" für den
Warenhandel, das GATS (General Agreement on Trade in Services) für den Handel mit
Dienstleistungen und das TRIPS (Trade Related Aspects of Intellectual Property Rights)
für Patente, Urheberrechte, Marken etc.
Der entscheidende Unterschied zum GATT besteht darin, dass die Freihandelsregeln größere
rechtliche Verbindlichkeit erhielten und wirksame Verfahren zur Überwachung und
Streitschlichtung vereinbart wurden. Die WTO bezieht etwa 90% des Welthandels in ihr
Regelwerk ein. Die wichtigsten Teile des Vertragswerks berühren den Abbau der
Zälle auf Industriegüter um 40%, so dass die durchschnittliche Zollbelastung auf 3,8%
abgesenkt wurde, und die Umwandlung sämtlicher Einführungsbeschränkungen bei
Agrargütern in Zölle ("Tarifizierung") und gleichzeitig die Senkung dieser
Zölle um durchschnittlich 36%; außerdem die Senkung der Exportsubventionen um 36% und
Verringerung der subventionierten Exportmengen um 21%. Eine besondere Schutzklausel läßt
die Erhebung von Zusatzzöllen zu, wenn das Importvolumen bestimmte Schwellenwerte
überschreitet oder die Importpreise SChmerzgrenzen unterschreiten.
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WUS*
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World University Service -
Studentenaustauschorganisation mit entwicklungspolitischen Aktivitäten
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WWF*
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World Wide Fund for Nature -
Internationale Nichtregierungsorganisation auf dem Gebiet des Umweltschutzes
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ZAV*
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Zentralstelle für Arbeitsvermittlung -
Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeit zur Internationalen Arbeitsvermittlung
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ZEF*
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Zentrum für Entwicklungsforschung an
der Universität Bonn
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Zehnerclub/ Zehnergruppe
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Gruppe der wichtigsten westlichen
Industrieländer, die Mitglieder der Allgemeinen Kreditvereinbarungen AKV) des IWF (s.o.)
sind. Nach dem Beitritt der Schweiz 1983 wird auch vom Elferclub gesprochen
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Ziviler Friedensdienst
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neu eingeführtes
entwicklungspolitisches Instrument zur Vorbeugung (Prävention) von Krisen.
Friedensfachkräfte sollen von Partnerorganisationen initiierte Maßnahmen unterstützen
und ausweiten, wenn es die Situation erfordert (für weitere Informationen siehe die
Internet-Seite des BMZ)
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Zivilgesellschaft
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nicht genau definiert; Träger sind in
etwa nicht-staatliche, nicht gewinnorientierte Initiativen und Organisationen und
engagierte Einzelpersonen; die Förderung der Zivilgesellschaft meint die Stärkung des
Einflusses ihrer Träger auf Entscheidungen von gesamtgesellschaftlicher und globaler
(weltweiter) Entscheidungsprozesse (siehe "Partizipation")
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ZKE*
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Zentrum für Kommunale
Entwicklungszusammenarbeit
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Zolleskalation/ Zollprogression
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Erhöhung der Zölle nach dem
Verarbeitungsgrad der importierten Produkte. Die Zollprogression, die von der
Uruguay-Runde (s.o.) verringert, aber nicht völlig beseitigt wurde, ist
entwicklungspolitisch nachteilig, weil sie die exportorientiere Industriealisierung
behindert und dazu beiträgt, dass Rohstoffländer weiterhin Rohstoffe mit geringer
Wertschöpfung exportieren; sie dient dem Schutz der Verarbeitungsindustrien in den
Industrieländern
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ZOPP
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Zielorientierte Projektplanung - die
ZOPP ist die von der GTZ (s.o.) praktizierte Methode des Projektmanagements, die zunächst
Analysen der am Projekt Beteiligten, des zu lösenden Problem und des angestrebten Ziels
anstellt, auf Teamarbeit der am Projekt Beteiligten setzt und die gemeinsame Erarbeitung
der Planung durch Projektexterne moderieren läßt. ZOPP soll vor allem die Beteiligung
der vom Projekt Betrofffenen sichern
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Zuschusselement
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Meßgröße für den Grad der
Vergünstigung "weicher" (günstiger) Kredite (Zinssatz, Laufzeit, Freijahre)
gegenüber Krediten zu marktüblichen Bedingungen. Ein reiner Zuschuss (grant) hat ein
Zuschusselement von 100%. Der DAC (s.o.) verlangt ein Zuschusselement von mindestens 25%,
damit öffentliche Darlehen als ODA (s.o.) anerkannt werden
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