Der FA1

INTERNATIONALE POLITIK, FRIEDEN UND ENTWICKLUNG

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Im Folgenden unsere Selbstdarstellung, hier auch als PDF

Unsere Sitzungen

Wir treffen uns in der Regel einmal im Monat, meist am letzten Mittwoch um 18.00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin. Themen und Referenten/innen lassen uns aber bisweilen von diesem Schema abrücken, so dass wir uns auch im Afrika- oder im Lateinamerikahaus oder in anderen Veranstaltungszentren treffen, oder wir führen unsere Veranstaltungen gemeinsam mit den Fachausschüssen Migration bzw. Europa durch.

 

Das Abgeordnetenhaus von Berlin -

unser üblicher Treffpunkt

Die Referenten/innen für unsere Sitzungen kommen aus dem großen Reservoir internationaler Beziehungen unserer Stadt, aus Internationalen Organisationen, Botschaften, Universitäten und Forschungsinstituten, Nichtregierungsorganisationen und Senatsinstitutionen. Oft sind sie Mitglieder des Abgeordnetenhauses oder des Bundestages. Für einen monatlichen Newsletter mit der aktuellen Tagesordnung können Sie sich auf unserer Homepage eintragen.

Wer wir sind und was wir wollen

Als der Fachausschuss zu Beginn des Jahres 2001 aus der Fusion des Aktions-kreises Nord-Süd und des Fachaus-schusses für Internationale Politik her-vorging, hatte die Arbeit seiner beiden Vorgängerorganisationen schon das Gesicht dieser Stadt und das Zusam-menleben der Berliner mit geprägt. So haben unsere damaligen Initiativen dazu beigetragen, dass eine Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit und ein Entwicklungspolitisches Informations-zentrum eingerichtet wurden und das frühere Kongresszentrum zum Haus der Kulturen der Welt wurde.

 

Das Haus der Kulturen der Welt -

www.hkw.de

Ein Ziel von uns bleibt die Einrichtung bzw. Unterstützung von Treffpunkten, in denen die Aktivitäten afrikanischer, asiatischer und lateinamerikanischer Gruppen gebündelt werden können. Über weitere Ziele und Initiativen von uns informieren Sie die Seiten dieses Flyers und unsere Homepage.

Unser Selbstverständnis

Der Fachausschuss bietet an Fragen der internationalen Politik und Entwicklungspolitik interessierten SPD-Mitgliedern, aber auch interessierten und engagierten Nichtmitgliedern die Möglichkeit, Kenntnisse zu vertiefen, die Willensbildung in der Partei zu beeinflussen und Anträge und Initiativen auf den Weg zu bringen. Sie können in den monatlichen Sitzungen ihr eigenes Engagement vorstellen. Sie können sich des Weiteren an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu aktuellen Themen, aber auch zu langfristig wichtigen Strukturproblemen der internationalen und Entwicklungspolitik beteiligen.

An Beschlussfassungen des Fachausschusses (Vorstandswahlen, Verabschiedung von innerparteilichen Anträgen z. B.) dürfen nur SPD-Mitglieder teilnehmen, aber alle anderen Aktivitäten stehen allen Interessierten offen.

Unsere Themen

Der Fachauschuss ist grundsätzlich offen für alle Fragen Internationaler Politik. Unser umfangreiches Themenrepertoire lässt sich auf der Seite TERMINE auf unserer Homepage nachvollziehen.

 

Nach der Sitzung - gemütliches

Beisammensein in der Kneipe

Bei allen Themen sind wir offen, entsprechende Aktivitäten zu entwickeln, Initiativen zu unterstützen und die Gelegenheit zu geben, sie dem Fachausschuss vorzustellen.

Langfristige Schwerpunkte sind:

  • Gestaltung der Globalisierung, globale Friedenssicherung

  • Entwicklungszusammenarbeit national, europäisch und global

  • Landesentwicklungspolitik

  • Transatlantische Beziehungen

  • Regionale Schwerpunkte: Afrika, Lateinamerika, Süd-Ost-Europa (Balkan), Naher und Mittlerer Osten, …

  • Internationale Institutionen

  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen und -Politik

  • Diskussion von Themen, die von Mitgliedern des Fachausschusses oder von außen an uns herangetragen werden



Die Fachausschüsse in der Berliner SPD

Im Organisationsstatut der SPD-Berlin heißt es unter §10c:

Zur Beratung der Parteiorgane des Landesverbandes setzt der Landesausschuß Fachausschüsse ein.

Die Fachausschüsse haben also die Aufgabe, für ihr jeweiliges Gebiet den Landesvorstand zu beraten. Sie bündeln aber auch das auf dem jeweiligen Gebiet in der Partei vorhandene Know How und Engagement und führen es zusammen mit Menschen, die nicht in der Partei aber auf demselben Gebiet engagiert sind. So wirken die Fachausschüsse gleichzeitig nach außen und nehmen andererseits Anregungen von außen auf, damit sie die Partei erreichen und Politik werden können.

Bis zum Jahr 2000 gab es u. a. die beiden Fachausschüsse Nord-Süd und Internationales. Sie wurden zusammengelegt zum Fachausschuss Internationale Politik, Frieden und Entwicklung, dem Fachausschuss I der SPD-Berlin. Wir vom Fachausschuss I waren schon unter den früheren Strukturen und sind auch heute nach wie vor offen für Nicht-Mitglieder und laden alle an den Themen Interessierte ein, an unseren Sitzungen teilzunehmen und mit ihrem Engagement dazu beizutragen, dass die SPD eine Partei der Internationalen Solidarität bleibt.

Eine kurze Information über die Geschichte der beiden Fachausschüsse vor ihrer Fusion findet sich weiter unten. Mehr Informationen finden Sie unter "Termine", wenn Sie sich die Einladungen und Protokolle zu den Sitzungen des AK seit der Fusion ansehen.
Unten auf dieser Seite werden die Vorstandsmitglieder genannt mit ihrer jeweiligen E-mail-Adresse.


Aktionskreis Nord-Süd Fachausschuss 1 - alt Vorstand

Aktuelle Arbeitsstruktur und Arbeitsprogramm des FA Internationale Politik, Frieden und Entwicklung
(Vorgelegt von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der beiden bisherigen Fachausschüsse)

I. Arbeitsstruktur

1. Der neue Fachausschuss I erhält den Namen Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung.
Dieser neue Fachausschuss führt das Aufgabenkonzept des bisherigen FA/AK Nord-Süd (siehe "Bausteine zum Arbeitsprogramm" auf der zweiten Seite) als Gesamtorganisation fort. Das Logo und der Verteiler "Aktionskreis Nord-Süd Berlin-Brandenburg" bleiben erhalten und werden bei entsprechenden Gelegenheiten für Veranstaltungen mit spezifischem Nord-Süd-Charakter und für die Zusammenarbeit mit entwicklungspolitischen Organisationen und Gruppen in Brandenburg genutzt. Zugleich werden aber die regelmäßigen Arbeitssitzungen des bisherigen FA/AK Nord-Süd durch in der Regel monatliche Arbeitssitzungen des neuen Fachausschusses ersetzt.

2. Die Arbeit des neuen Fachausschusses wird auf der Basis einer möglichst hohen Integration geleistet. Paralleltermine von FA-Sitzungen einerseits und Sitzungen von ständigen Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen sollen vermieden werden. Daher wird auf die Bildung oder Fortführung von ständigen Arbeitskreisen, Unterausschüssen oder Arbeitsgruppen verzichtet. Für die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen oder anderen Projekten werden Ad-hoc-Gruppen gebildet, die sich nach Abschluss des Projekts wieder auflösen. Von Mitgliedern des FA I durchzuführende Initiativen und Projekte, die sich der Autorität des Fachausschusses bedienen und/oder Mittel aus dem Budget des Fachausschusses in Anspruch nehmen, bedürfen der Vorabstimmung des Vorstands des FA I.

3. Maßgeblich für den politischen, finanziellen und organisatorischen Rahmen der Arbeit des neuen Fachausschusses ist das in der Sitzung vom 31.1.2001 beschlossene und vom SPD-Landesvorstand genehmigte Arbeitsprogramm.

II. Arbeitsprogramm

1. Allgemeine Aufgabenbeschreibung

  • Politikberatung des Landesvorstands in Fragen der internationalen Rolle Berlins als Regierungssitz, Standort einer großen Zahl von diplomatischen Vertretungen, internationaler Organisationen und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit internationaler Politik beschäftigen
  • Politikberatung des Landesvorstands in Fragen der Landesentwicklungspolitik
  • Zusammenarbeit mit Expert/innen aus Regierungsstellen (AA, BMZ), der Bundestagsfraktion, dem Referat für Internationale Politik im Parteivorstand und Expertengremien im Bereich der Internationalen Politik (Dt. Ges. f. Ausw. Politik, Friedrich-Ebert-Stiftung)
  • innerparteiliche Willensbildung auf den Schwerpunktgebieten des Fachausschusses
  • Erarbeitung von Anträgen zur Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik unter besonderer Berücksichtigung Berlins als Ost-West und Nord-Süd-Standort
  • Integration von Neu-Berliner Genossinnen und Genossen in und außerhalb des Umfelds von Regierung und Bundestagsfraktion (besondere Zielgruppen: MitarbeiterInnen von Bundestagsabgeordneten, AktivistInnen in Nichtregierungsorganisationen wie AI, Gesellschaft für Bedrohte Völker u.a.) in die Parteiarbeit der Berliner SPD
  • entwicklungspolitische Lobbyarbeit
  • Kontakt mit Vertreter/Innen aus Entwicklungsländern und mit in der Region Berlin-Brandenburg aktiven entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen
  • Schaffung von attraktiven Politik-Zugängen insbesondere für jüngere SPD-Mitglieder/SympathisantInnen
  • Informationsangebote für einzelne Parteigliederungen und für interessierte Parteimitglieder insgesamt über ein eigenes Internet-Fenster im Rahmen der Internetangebote des Landesverbands
  • Zusammenarbeit mit dem FA II (EU-Angelegenheiten) in fragen der Kohärenz der EU-Politiken in der Außen- und Sicherheitspolitik, der Entwicklungspolitik, insbesondere gegenüber dem afrikanischen Kontinent, der Nahostpolitik und der Balkan-Politik
  • Zusammenarbeit mit FA II und FA III in Fragen der Flüchtlings- und Migrationspolitik
  • Zusammenarbeit mit dem FA X (Agenda 21) in den internationalen und entwicklungspolitischen Aspekten des Politikfeldes "Nachhaltige Entwicklung"

2. Arbeitsschwerpunkte

  1. Nord-Süd-Standort Berlin und internationale Rolle Berlins insgesamt
  2. Umwelt und Entwicklung (Verknüpfung des Rio-Kyoto-Den-Haag-Prozesses mit einer Bilanz des Agenda 21-Prozesses in Berlin)
  3. Transformation Ost- und Südost-Europas
  4. Follow-ups zur Afrika-Veranstaltung vom 17.11.2000, Vernetzung von Afrikanern in Berlin, Konzepte für eine nachhaltige deutsche Afrika-Politik
  5. Attac-Initiative in Verbindung mit dem Thema Globalisierung
  6. Reform der Internationalen Organisationen (IWF, WB, UN, ...) und Global Governance

III. Personalvorschläge

Für die Wahl des Vorstandes des neuen Fachausschusses I am 31.1.2001 wurden vom Fachausschuss Internationales bzw. vom Aktionskreis Nord-Süd folgende Nominierungen vorgenommen:

Vorsitzende/r: Karl-Heinz-Niedermeyer

Stellvertreter/Innen i.a.R:
Lena Bröckel, Thomas Klouth, Peter Lehrmann, Siegfried Seidl

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Vorschläge von Karl-Heinz Niedermeyer für Arbeitsschwerpunkte in den Jahren 2003/2004,
vorgelegt zur Neuwahl des Vorstandes am 26. Februar 2003:

  1. Nord-Süd-Standort Berlin und internationale Rolle Berlins insgesamt

  2. Strategien der globalen Friedenssicherung und Sicherheitspolitik

  3. Deutsche/europäische Sicherheitspolitik und transatlantische Beziehungen

  1. Reform der internationalen Organisationen (UNO, IWF, Weltbank) und Global

  2. Governance

  3. Transformation Ost- und Südosteuropas

  4. Attac-Initiative in Verbindung mit dem Thema Globalisierung

  5. Umwelt und Entwicklung (Verknüpfung des Kyoto-Prozesses mit einer Bilanz des Agenda 21 – Prozesses in Berlin)

  6. Politische Entwicklung in Lateinamerika

  7. Nahost-Konflikt und internationaler Terrorismus

  8. Konfliktherd Korea/Ostasien

  9. Grundlagen einer nachhaltigen deutschen/europäischen Afrikapolitik

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Aktionskreis Nord-Süd - Selbstverständnis/Aufgaben und Ziele
(Galt bis zur Zusammenlegung des AK Nord-Süd mit dem alten Fachausschuss 1)

Der Aktionskreis ist ein Zusammenschluss entwicklungspolitisch aktiver und interessierter SozialdemokratInnen. Er trifft sich in der Regel einmal monatlich abwechselnd zu Arbeitssitzungen im Berliner Abgeordnetenhaus oder in den Räumen einer anderen entwicklungspolitischen Organisation, mit der er eine gemeinsame Veranstaltung durchführt, in gewissen Abständen auch in Potsdam. Mitglieder sind neben engagierten Einzelpersonen Angehörige von in Berlin und Brandenburg angesiedelten entwicklungspolitischen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen.

Der Aktionskreis ist offen für Nichtparteimitglieder, die seine Ziele und Anliegen teilen und sich an seinen Aktionen, Forumsveranstaltungen mit Themenstellungen wie "Zusammenhang Umwelt und Entwicklung", "Palästina", "Demokratie und Entwicklung in Afrika", "UNO-Reform", "Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit", "Krisenprävention und Konfliktregelung in Ländern des Südens und des ehemaligen Ostblocks", beteiligen wollen.

Innerparteilich hat der Aktionskreis die Funktion eines Beratungsorgans des SPD-Landesverbandes Berlin in Fragen der Landesentwicklungspolitik, der Weiterentwicklung des Nord-Süd-Zentrums Berlin und der Gestaltung der entwicklungspolitischen Rolle Berlins als Sitz der Bundesregierung und zahlreicher Botschaften von Entwicklungs- und Transformationsländern. In dieser Funktion arbeitet der Aktionskreis daran, die Willensbildung in der SPD im Sinne einer stärkeren Verankerung von Entwicklungspolitik als globale Friedens- und Strukturpolitik und einer Orientierung der Gesamtpolitik am Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung zu beeinflussen sowie der Landesentwicklungspoltik auf Dauer tragfähige - insbesondere finanzielle - Rahmenbedingungen zu sichern. Wesentliche Instrumente der innerparteilichen Bewusstseins- und Lobby-Arbeit des Aktionskreises sind Anträge zu Landes- und Bundestagsparteitagen, Beiträge zu Wahlprogrammen sowie Vorgaben zur Formulierung der entwicklungspolitischen Passagen der jeweiligen Koalitionsvereinbarungen zur Bildung der Bundesregierung und des Berliner Senats. Herausragende Erfolge des Aktionskreises waren in der Vergangenheit seine wesentliche Rolle bei der Einrichtung einer Zentralstelle für Entwicklungszusammenarbeit in Berlin, des Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrums EPBIZ und der Einrichtung des Hauses der Kulturen der Welt in der alten Kongreßhalle.

Zentrale Zielsetzungen im Bereich der Landesentwicklungspolitik sind in Zukunft die Wahrung und Fortentwicklung der Kompetenzen der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit als Koordinationsstelle und Impulsgeberin der Landesentwicklungspolitik, die Einrichtung eines Nord-Süd-Hauses zur Institutionalisierung des entwicklungspolitischen Dialogs, die langfristige Sicherung der Finanzierung der Vorhaben der Landesentwicklungspolitik, insbesondere der Projektmittel für Nichtregierungsorganisationen und entwicklungspolitische Bildungsarbeit durch eine Stiftung Entwicklung sowie eine Fortschreibung der Entwicklungspolitischen Leitlinien des Senats.

Die Verstärkung der Zusammenarbeit der Landesregierung mit Nichtregierungsorganisationen, eine bessere finanzielle Absicherung entwicklungspolitischer Projekte sowie eine stärkere institutionelle Absicherung der Landesentwicklungspolitik in Entwicklungspolitischen Leitlinien sind auch zentrale Zielsetzungen der auf das Land Brandenburg bezogenen Aktivitäten des Aktionskreises.
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Fachausschuss 1 - alt
Für die Arbeit des alten FA 1 steht hier ein Text, der auf dem Rechenschaftsbericht für den Zeitraum 1998 bis 2000 beruht.
Fachausschuss I - Europäische und Internationale Politik

Vorbemerkung:
In diesem Fachausschuss engagierten sich Mitglieder der SPD, aber auch Interessierte außerhalb der SPD, die aufgrund ihres beruflichen und persönlichen Interesses an Fragen der Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs- und Europapolitik zum politischen Meinungsbildungsprozess innerhalb der SPD beitragen wollten. Der Fachausschuss hatte ein Netzwerk zu Entscheidungsträgern der Europa- , Bundes- und Landesebene, zu wissenschaftlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und dem Diplomatischen Korps errichtet.

Inhaltliche Schwerpunkte:

Die Arbeit des Fachausschusses wurde besonders in den Jahren 1998 und 1999 durch die krisenhafte Entwicklung und dem NATO-Einsatz auf dem Balkan bestimmt. Mit der Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion zum möglichen Einsatz der Bundeswehr in Jugoslawien vom Oktober 1998 nahm die inhaltliche Auseinandersetzung eine bisher nicht gekannte Schärfe an. Es wurde heftig über die Fragen der völkerrechtlichen Legitimation eines gewaltsamen Eingreifens gestritten und versucht, alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Insgesamt hat der Fachausschuss jedoch keine Opposition gegenüber der Parteiführung eingenommen, was auch zu einigen Austritten geführt hat. In einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen wurde die komplexe Problemlage mit Experten erörtert. Die Meinungsbildung bündelte sich in einem Landesparteitagsantrag mit dem Titel "Sicherheitspolitische Perspektiven weiterentwickeln", der vom Landesparteitag im Jahr 2000 angenommen wurde.

Arbeitsgruppe Internationale Beziehungen:

Im Februar 1999 wurde innerhalb des Fachausschusses eine Arbeitsgruppe Internationale Beziehungen gegründet. Thematisch konzentrierte man sich u. a. auf einzelne geopolitische Krisenherde und Problemregionen, aber auch auf strategische Fragen der Weltsicherheitspolitik. Eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen hierzu wurde durch einen Vortrag zum Thema EU-Beitrittskandidat Türkei eröffnet. Des Weiteren wurde die weltpolitische Rolle Chinas durchleuchtet. Der damalige Leiter der Außenstelle der Chinesischen Botschaft referierte hierzu vor dem Plenum, wobei auch die chinesischen Positionen zu einer möglichen UN-Reform erläutert wurden. Auf Einladung berichtete der Botschafter der Ukraine über die neuesten politischen Entwicklungen in seinem Land, wobei eine sehr offene Diskussion über die Schwierigkeiten im ukrainischen Transformationsprozess geführt wurde. Das Kosovo-Problem wurde in Form einer umfänglichen Stellungnahme weiter bearbeitet und durch einen Vortrag des außenpolitischen Koordinators für die transatlantischen Beziehungen, Karsten D. Voigt, sowie einer äußerst kontroversen Podiumsdiskussion im Willy-Brandt-Haus abgerundet. Die Diskussion zum Thema "Krieg gegen Jugoslawien - ein Jahr danach" wurde im Radio übertragen.

Arbeitsgruppe Europa-Politik:

Parallel dazu arbeitete eine Arbeitsgruppe Europapolitik an konkreten Vorschlägen für einen erfolgreichen Europawahlkampf. Im Ergebnis wurden dem Landesverband Projekte/Materialien zur Verfügung gestellt. Es wurden eigene Wahlkampfstände organisiert. Leider hatte sich der Landesvorstand dazu entschlossen, dem Europawahlkampf insgesamt eine niedrige Priorität einzuräumen. So liefen viele Aktivitäten wegen mangelnder organisatorischer und finanzieller Unterstützung ins Leere. Der durchaus vorhandene Sachverstand wurde nicht ausreichend genutzt. Die AG Europa hatte außerdem im Oktober 1999 eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema "Europäisches Umweltrecht" durchgeführt. Weiterhin befasste sich die AG mit der fortschreitenden Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Erweiterung im Interesse Berlins und als Chance für die Zukunft Europas gestaltet werden kann und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Zur Behandlung der komplexen Problemstellung hatten sich fünf Projektgruppen gebildet: Erweiterung; Verfassung/Grundrechtscharta; Wirtschafts-/Währungs und Industriepolitik; Inneres/Justiz; Beschäftigung.

Arbeitsgruppe Sicherheitspolitik:

Verteidigungs- und sicherheitspolitische Aspekte der Internationalen Politik wurden von der Arbeitsgruppe Sicherheitspolitik aufgegriffen und eingehend behandelt. Die AG organisierte eine viel beachtete Podiumsdiskussion zum Thema "Euroatlantische Sicherheitsstrukturen im 21. Jahrhundert", die im Willy-Brandt-Haus stattfand und vom Radio öffentlich übertragen wurde.

Veranstaltungsübersicht:

15.05.1998: Diskussion über "Die Grundlinien der gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik" aus Anlass des Besuches von Präsident Clinton in Berlin;
Referent: Frank Unger, Direktor des Zentrums für Europäische Studien der Universität von British-Columbia/Kanada

03.06.1998: Diskussion zum Thema "Transnationale Konzerne und Globalisierung"; Referentin: Gretchen Binus, ehemalige Mitarbeiterin des Instituts für Politische Wirtschaft und Hochschullehrerin in Halle

29.01.1999: Vortrag zum Thema "Demokratische Kontrolle der EU-Institutionen"; Dr. Christof Tannert, MdEP

26.03.1999: Expertengespräch und Diskussion zum Thema "Die aktuelle Situation im Balkan-Krisengebiet"; Heiner von Marschall, OSZE-Beobachter und Angehöriger der SFOR/Bosnien-Hercegowina

30.04.1999: Vortrag und Diskussion zum Thema "Türkei - das Sorgenkind Westeuropas?"; Prof. Alparslan Yenal, FU Berlin

06.07.1999: Vortrag zum Thema "Die weltpolitische Rolle Chinas im 21. Jahrhundert"; Botschaftsrat Liu Qibao, Leiter der Außenstelle der Botschaft der Chinesischen Volksrepublik

13.07.1999: Vortrag und Diskussion zum Thema "Friedensperspektiven in Südosteuropa"; Michael Steiner, außenpolitischer Berater von Bundeskanzler Schröder

15.09.1999: Öffentliche Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der SPD Charlottenburg und der SPD Wilmersdorf zum Thema "Testfall Kosovo? - Die Lehren aus dem Krieg in Jugoslawien und die Zukunft des Balkans"; Karsten D. Voigt, Hermann Scheer, Dr. Ehrhart Körting, Prof. Paul Welfens, Rupert Neudeck und Siegrun Klemmer

12.10.1999: Vortrag und Diskussion zum Thema "Europa und Amerika nach Kosovo: Unterordnung, Konkurrenz oder Arbeitsteilung?"; Karsten D. Voigt, Koordinator für die transatlantischen Beziehungen im Außenministerium

10.02.2000: Öffentliche Podiumsdiskussion "Euroatlantische Sicherheitsstrukturen des beginnenden 21. Jahrhunderts" im Willy-Brandt-Haus; Karsten D. Voigt, Peter Zumkley, MdB, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, Prof. Dr. Ulrich Albrecht, FU Berlin, Stefan Kornelius, Süddeutsche Zeitung, unter der Moderation von Alfred Eichhorn, InfoRadio des SFB/ORB

07.03.2000: Vortrag und Diskussion zum Thema: "Die Ukraine - Brücke zwischen West und Ost"; Dr. Anatolij Ponomarenko, Botschafter der Ukraine

23.03.2000: Öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Krieg gegen Jugoslawien - ein Jahr danach" im Willy-Brandt-Haus mit Angelika Beer, MdB, verteidigungspolitische Sprecherin B90/Die Grünen, Karl Lamers, MdB, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Dr. Hermann Scheer, MdB-SPD, Dr. Peter G. Gerlinghoff, ehem. Assistenzprofessor am Ost-Europa-Institut der FU Berlin, Deutsch-Serbische Begegnung, Mag. sc. Milidar Zivanovic, Gesandter-Leiter des Büros für den Schutz der Interessen der Bundesrepublik Jugoslawien, unter der Moderation von Alfred Eichhorn, InfoRadio des SFB/ORB
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Vorstand

Neu gewählt im April 2010
Sprecher:
Karl-Heinz Niedermeyer karl-heinz_niedermeyer@web.de
Studienrat
Ehrenvorsitzende:
Dagmar Luuk dagmar.luuk@t-online.de
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Stellvertretende Sprecher/in:
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Thomas Gutsche gutsche-thomas@web.de
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag
Parlamentarische Linke der SPD-Bundestagsfraktion

Peter Lehrmann peter-lehrmann@t-online.de
Studienrat

 

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